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Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, kritisiert den am 12. August 2026 vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe scharf. In einer Pressemitteilung betont er, dass mit diesem Entwurf die Bundesregierung ihrem eigenen Anspruch, Bürokratie abzubauen, nicht gerecht werde. Im Gegenteil werde anstatt es gerade Eltern und Familien mit Kindern mit Behinderungen einfacher und die Verwaltung smarter zu machen, damit die Bürokratie zementiert.

Die nächste ICF-Anwenderkonferenz findet online am 19. und 20. November 2026 statt. Die gemeinsame Veranstaltung der AG ICF-CY (ICF für den Kinder- und Jugendbereich) des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften und der Deutschen Rentenversicherung Bund wird kostenfrei angeboten.

Obwohl die Beihilfe zum Suizid in Deutschland erlaubt ist, fehlen an vielen Stellen eindeutige und konsistente gesetzliche Regeln. Mit einem neuen Gesetzentwurf zur Sterbehilfe wollen Jurist*innen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Augsburg diese Lücke schließen. Der Entwurf berücksichtigt aktuelle Debatten und Entwicklungen zum Thema, bildet den derzeitigen Rechtsstand ab und soll so auch Orientierung für Betroffene und medizinisches Personal bieten. Der Gesetzesvorschlag mit Erläuterungen ist als Buch im Verlag Mohr Siebeck erschienen.

Die Krebsbehandlung ist abgeschlossen, doch der Weg zurück in den Alltag fällt oft schwer. Geeignete Reha-Maßnahmen helfen dabei, nach anstrengenden Therapien wieder zu Kräften zu kommen – nicht nur physisch, sondern auch psychisch. Der Online-Kurs der Deutschen Krebsstiftung gibt von an Krebs erkrankten Menschen Antworten für die Zeit nach der Akutbehandlung.

Das Wiesbadener Institut für Methoden der Sozialen Arbeit (wims) lädt zum Tag der offenen Tür am 20. August 2026 in das Methodenlabor ein. Das Methodenlabor des Wiesbadener Institut für Methoden der Sozialen Arbeit will einen Ort für innovative, praxisnahe Lehre und Forschung bieten. Hier sollen moderne Methoden erprobt, kreatives Denken gefördert und zukunftsfähige Kompetenzen gemeinsam mit Studierenden, Lehrenden und Praxispartner*innen gestaltet werden.

Die nächste Tagung der AG Historische Sozialpädagogik und Sozialarbeit findet am 20. bis 22. Mai 2027 an der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB) zum Thema "Sozial-, Jugend- und Gesundheitsfürsorge in der SBZ/DDR - Organisationsformen, Handlungskonzepte, Veränderungsprozesse" statt. Vorschläge für Tagungsbeiträge können bis zum 15. Dezember 2026 eingereicht werden. Nachwuchswissenschaftler*innen sind ausdrücklich aufgerufen, sich an der Tagung mit einem Beitrag zu beteiligen.

 

Mit Blick auf die Beratungen zum sächsischen Doppelhaushalt 2027/28 hat die Liga der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen vor einer weiteren Ausdünnung der psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen als niedrigschwellige Anlaufstellen für Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie deren Angehörige gewarnt. Steigende Personal- und Sachkosten, Fachkräftemangel sowie wachsende bürokratische Anforderungen setzen die Einrichtungen bereits heute unter Druck. Für eine wirksame psychosoziale Versorgung braucht es aus Sicht der Liga eine dauerhaft verlässliche und dynamisierte Finanzierung.

Das ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften veröffentlicht die „Leitbegriffe der Gesundheitsförderung und Prävention. Glossar zu Konzepten, Strategien und Methoden.“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Living Handbook erscheint auf der Publikationsplattform PUBLISSO. Damit wird das anerkannte Standardwerk, das bisher über eine Website zur Verfügung stand, in eine moderne, langfristig gepflegte Publikationsumgebung überführt. Die Neuherausgabe – in Zusammenarbeit von ZB MED und BIÖG – würdigt zugleich das 30-jährige Bestehen der Leitbegriffe.

In Deutschland sterben jedes Jahr mehr als 10.000 Menschen durch Suizid, besonders gefährdet sind Menschen im hohen Lebensalter. Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen begrüßt deshalb die Pläne der Bundesregierung zur Stärkung der nationalen Suizidprävention. Ziel des Gesetzesvorhabens ist es, die Prävention von Suizidversuchen und Suiziden durch Information, Aufklärung, Forschung und Unterstützung von Menschen in Krisensituationen zu stärken.

Unter Kindern und Jugendlichen haben Essstörungen, Internet- und Medienabhängigkeit sowie suizidale Krisen zugenommen. Das ist eines der Ergebnisse des aktuellen Psychiatrie-Barometers 2025/2026 des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI). Gleichzeitig bewertet die überwiegende Mehrheit der psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen ihre wirtschaftliche Lage als mäßig bis schlecht. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) warnt vor diesem Hintergrund vor Versorgungsengpässen.