Über unsere Weiterbildungen

Für die Soziale Arbeit bestehen zu unterschiedlichen Themen spezielle Bedarfe und Erforderlichkeiten für Weiterbildungen. Auch für die gesundheitsbezogene Soziale Arbeit sind Weiterbildungen in Ergänzung zu Fortbildungen ein wichtiger Baustein. Sie tragen zur Weiterentwicklung der Profession und zur Qualitätssicherung der Sozialen Arbeit bei. Berufliche Weiterbildung kann als Element des Lebenslangen Lernens verstanden werden durch die Vertiefung und Erweiterung der fachlichen und sozialen Kompetenzen sowie den Theorie-Praxis-Transfer.

Die DVSG hat ihren Bildungsauftrag in der Satzung verschriftlich. Fachliche Neuerungen und veränderte Standards werden ermittelt und aufbereitet, Bildungsangebote werden entsprechend der Bedarfe der Handlungsfelder und der dort tätigen Fachkräfte konzipiert und umgesetzt. Für den Bereich der Weiterbildung ist die DVSG bei verschiedenen Themen und mit unterschiedlichen Rollen beteiligt.

Curriculum für die Fachweiterbildung Gutachten der Sozialen Arbeit

Im Jahr 2024 und 2025 hat die DVSG mit Expert*innen aus den Bereichen Rehabilitation und Teilhabe in einer Projektgruppe das Curriculum für die Fachweiterbildung Gutachten der Sozialen Arbeit entwickelt. Anlass für diesen Schritt war die Aktualisierung der Gemeinsame Empfehlung Begutachtung der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation im Jahr 2023.

Kontext

Die Begutachtung leistet einen wesentlichen Beitrag für die Entscheidungen der Rehabilitationsträger über das Vorliegen von Rehabilitationsbedarfen und Teilhabeansprüchen. In der Gemeinsamen Empfehlung Begutachtung wurde neben der ärztlich-sozialmedizinischen und psychologischen Perspektive die Soziale Arbeit als dritte fachliche Expertise in der letzten Aktualisierung aufgenommen. Damit wurde ein wichtiger Schritt hin zu einer umfassenden und lebensweltorientierten Beurteilung im Rehabilitationssystem vollzogen. 

Mit dem Curriculum ist eine fundierte Grundlage für die Qualifizierung von Fachkräften der Sozialen Arbeit zur Gutachter*innentätigkeit gemäß der Anforderungen geschaffen. Die systematische Verknüpfung von Theorie und Praxis, rechtlicher Fundierung und methodischer Klarheit ermöglicht eine professionelle und fachlich reflektierte Gutachtenerstellung aus Sicht der Sozialen Arbeit.

Zielgruppe und Zugangsvoraussetzungen

  • Qualifikation: Fachkräfte der Sozialen Arbeit gemäß des Qualifikations-rahmens des Fachbereichstags Soziale Arbeit (FBTS 2016) mit dem Abschluss Diplom-Sozialarbeit bzw. Diplom-Sozialpädagogik oder Master Soziale Arbeit.
  • Berufserfahrung: mindestens zwei Jahre Praxiserfahrung in der Sozialen Arbeit

Umfang, Inhalt und Prüfung 

Die Fachweiterbildung ist in einem Zeitraum von maximal zwei Jahren zu absolvieren. Sie umfasst 80 Unterrichtseinheiten (inklusive 8 Unterrichtseinheiten Prüfung). Eine Unterrichtseinheit entspricht 45 Minuten.

Die Fachweiterbildung besteht aus vier Modulen: 

  • Soziale Arbeit im Kontext von Rehabilitation und Teilhabe
  • Rechtliche Grundlagen
  • Soziale Diagnostik
  • Gutachtenerstellung: Theorie und Praxis 

Der modulare Aufbau gilt in dem ausgewiesenen Umfang für alle Teilnehmer*innen unabhängig von Vorwissen oder Vorerfahrung.

Wer bietet die Fachweiterbildung an? 

Um Erfahrungen mit der Umsetzung des Fachweiterbildungscurriculums zu sammeln und diese in den Prozess der Qualitätsentwicklung einfließen zu lassen, ist eine Pilotphase vorgesehen. Im Jahr 2027/2028 plant die DVSG, auf Grundlage des Curriculums eine Fachweiterbildung anzubieten.

Ansprechpersonen 

Fachweiterbildung Soziale Arbeit im Handlungsfeld Onkologie

Im Jahr 2023 und 2024 haben die DVSG und die Arbeitsgemeinschaft für Soziale Arbeit in der Deutschen Krebsgesellschaft ein Curriculum für die Fachweiterbildung Soziale Arbeit in der Onkologie entwickelt.

Zielgruppe und Zugangsvoraussetzungen

Die Adressat*innen der Fachweiterbildung sind Fachkräfte der Sozialen Arbeit (Studienabschluss Bachelor, Diplom oder Master gemäß Qualifikationsrahmen des Fachbereichstags Soziale Arbeit)

Als Zugangsvoraussetzung gelten die entsprechende Qualifikation und die benannte Berufserfahrung.

  • Studienabschluss in Sozialer Arbeit gemäß Qualifikationsrahmen des Fachbereichstags Soziale Arbeit oder
  • Akademisch ausgebildete Fachkräfte mit fehlender Qualifikation Soziale Arbeit, die bei dem etablierten Verfahren der Einzelfallprüfung eine schriftliche Einschätzung schriftlich erhalten haben, dass eine Eignung für die Sozialberatung im Handlungsfeld Onkologie trotz fehlendem Abschluss der Sozialen Arbeit gegeben ist.
  • Mindestens zwei Jahre Berufserfahrung (in Teil- oder Vollzeit) als Fachkraft Soziale Arbeit nach Abschluss des Studiums

Umfang, Inhalt und Prüfung

Die Fachweiterbildung Soziale Arbeit in der Onkologie besteht aus sechs Modulen mit insgesamt 140 Unterrichtseinheiten. Zur Erlangung des Zertifikats ist ergänzend eine Prüfung vorgesehen, die aus einer Facharbeit und einem mündlichen Fachgespräch besteht und insgesamt mit 20 Unterrichtseinheiten angerechnet wird. Die sechs Module sind in einem Zeitraum von zwei Jahren zu absolvieren, um zur Prüfung zugelassen zu werden.

Wer bietet die Fachweiterbildung an?

Institutionen, die die Fachweiterbildung anbieten möchten, müssen über einen Lizenzvertrag mit den Konzeptentwicklerinnen verfügen. Die weiteren Regularien werden von der DVSG und der ASO voraussichtlich im Frühjahr 2026 auf der Website bereitgestellt.

Ansprechpersonen

Fachweiterbildung Entlassmanagement in der Geriatrie

Für die Personen hat die Sicherstellung einer angemessenen Versorgung nach einem stationären Krankenhausaufenthalt eine große Bedeutung. Um den bestmöglichen Übergang in die Anschlussversorgung zu gewährleisten und Versorgungslücken zu vermeiden, gibt es die Rahmenverträge Entlassmanagement für Akutkrankenhäuser (seit 01.10.2017) und für Rehabilitationskliniken (seit 01.02.2019).

Gerade geriatrische Patient*innen haben aufgrund der häufigen Einschränkung von Mobilität und Selbstversorgung komplexe Versorgungsbedarfe. Diese sind durch differenzierte Assessments zu ermitteln und müssen während des gesamten Behandlungs- und Entlassprozesses berücksichtigt werden. Gleichzeitig ist die passende Unterstützung zu organisieren. Hierfür sind spezifische Kenntnisse und Standards vonnöten.

Die DVSG und der Bundesverband Geriatrie e. V. haben bis zum Jahr 2022 ein Weiterbildungscurriculum speziell für den Schwerpunkt Entlassmanagement in der Geriatrie entwickelt. In den Jahren 2022 bis 2023 wurden die Module von einzelnen Pilotanbieter*innen angeboten werden. Von 19 Personen wurde das Angebot angenommen, die Prüfungen sind im Jahr 2023 und 2024 vorgesehen.

Aktueller Stand zur Weiterbildung

Seit dem Jahr 2024 können einzelne Module bei Anbieter*innen angeboten werden. Die gesamte Fachweiterbildung ist momentan mangels ausreichender Anmeldezahlen nicht in den Regelbetrieb überführt worden.

Ansprechpersonen

Bundesverband Geriatrie e. V.
Michaela Brooksiek
michaela.brooksiek@bv-geriatrie.de

 

 

DVSG e. V.
Sibylle Kraus
sibylle.kraus@dvsg.org

DVSG e. V.
Elke Cosanne
elke.cosanne@dvsg.org