Stellungnahmen und Positionen

Die DVSG bezieht Stellung zu verschiedenen Sachverhalten der Gesundheits- und Sozialpolitik. Dies können aktuelle gesetzliche Neuerungen rund um die gesundheitsbezogene Soziale Arbeit in unterschiedlichen Arbeitsfeldern und im Zusammenhang mit Auswirkungen auf verschiedene Adressat*innengruppen sein.

2021

Die Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und weitere Organisationen - unter anderem auch die DVSG - haben am 03. März 2021 in ernster Sorge um die hohe Belastung der Gesundheitsfachkräfte durch die Corona-Pandemie den dringenden Appell „Jetzt handeln: Personal im Gesundheitswesen vor Burnout!“ an Entscheidungsträger*innen aus Politik und Gesellschaft gerichtet. Weitere Fachverbände sind aufgerufen, sich diesem Appell anzuschließen.

Download des Appells (März 2021)

In einem offenen Brief an die Ständige Impfkommission haben die DVSG und der Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) darauf hingewiesen, dass Soziale Arbeit in vielen Bereichen zur kritischen Infrastruktur und dementsprechend zur Gruppe der systemrelevanten Berufe zählt. Leider werden einige der systemrelevanten Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit in der nationalen Impfstrategie nicht berücksichtigt. In vielen Arbeitsfelder sind Abstand halten oder „Home-Office“ für Sozialarbeiter*innen keine Optionen. Damit herrscht ein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Die Tatsache, dass Soziale Arbeit weiterhin gerade in der jetzigen Zeit tätig sein soll, führt zur zwangsläufigen Notwendigkeit einer Impfung für Sozialarbeiter*innen in diesen Feldern.

Download der Stellungnahme (Februar 2021)

2020

Die DVSG hat in einer zweiten Stellungnahme zur Weiterentwicklung der Hilfen für psychisch kranke Menschen zum Themenkomplex „Personenzentrierte Versorgung - Vernetzung und Kooperation“ betont, dass grundsätzlich eine bessere Verzahnung der Sozialgesetzbücher durch eine Erweiterung des § 117 SGB IX und den Einbezug von SGB V-Leistungen in die Gesamtplanung wünschenswert wäre.
In der Stellungnahme werden Probleme und Defizite in der Ausgestaltung der Hilfen für Menschen mit leichten, mittelgradigen und schweren psychischen Erkrankung aufgezeigt und Lösungen aus Sicht der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit vorgeschlagen.

Download der Stellungnahme (Dezember 2020)

In einer ersten Stellungnahme hatte die DVSG sich im November 2020 bereits zum Themenkomplex "Zielgruppenspezifische Versorgungsfragen" geäußert.

Informationen zum Dialog-Projekt des Bundesministeriums für Gesundheit

Die Stellungnahme zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie skizziert Handlungsanforderungen zur Sicherstellung der sektorenübergreifenden Versorgung und der Teilhabe auch unter den Bedingungen der Corona-Schutzmaßnahmen. Ein wichtiges Anliegen der DVSG ist, dass Schutzkonzepte so ausgestaltet werden, dass Besuchskontakte für Menschen in Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens mit möglichst geringen Einschränkungen stattfinden können und die psychosoziale Versorgung aller Bürger*innen uneingeschränkt weiterhin sichergestellt ist. So sollte beispielsweise eine Flexibilisierung von mobilen und aufsuchenden Beratungs- und Versorgungsleistungen politisch unterstützt und ermöglicht werden.

Download der Stellungnahme (Dezember 2020)

In der gemeinsamen Stellungnahme fordern die Verbände eine Stärkung und eine nachhaltige Modernisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Die Stellungnahme ist verfasst von der DVSG, der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP) und dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK).
Download der Stellungnahme (November 2020)

In einer Stellungnahme zur Weiterentwicklung der Hilfen für psychisch erkrankte Menschen hat die DVSG betont, dass die unzureichende und nur auf medizinische Bedarfe begrenzte Krankenversorgung im SGB V einen ganzheitlichen Behandlungsansatz verhindert und behandlungsrelevante Versorgungsbedarfe in das SGB VI, IX, XI oder XII verschiebt. Für eine verbesserte Versorgung spezifischer Zielgruppen sieht die DVSG vor allem für Kinder und Jugendliche, für alte und pflegebedürftige Menschen, für Menschen mit zusätzlicher körperlicher oder geistiger Behinderung sowie in der Psychosomatik Probleme und unterbreitet Lösungsvorschläge aus Sicht der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit in diesen Bereichen.

Download der Stellungnahme (November 2020)

Informationen zum Dialog-Projekt des Bundesministeriums für Gesundheit

In einer Stellungnahme zum Konsultationsprozess „Teilhabe und Inklusion in Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie – Auswirkungen und Herausforderungen“ hat die DVSG ausgeführt, dass die Folgen und Herausforderungen der SARS-CoV-2-Pandemie für die gesundheitlichen und sozialen Chancen zur Teilhabeverwirklichung von Menschen zunehmend sichtbarer werden. Rückmeldungen aus einer internen DVSG-Umfrage bei Sozialarbeiter*innen /Sozialpädagog*innen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern zeigen deutlich auf, welche Problematiken und Handlungsbedarfe es hier gibt. Aus Sicht der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit müssen die Auswirkungen dieser Regelungen genau beobachtet und für künftige Schutzstrategien vertieft analysiert werden.

Download der Stellungnahme (Juli 2020)
Weitere Informationen rund um den Konsultationsprozess

In einer Positionierung zur Weiterentwicklung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Hilfen und der Prävention seelischer Störungen im Kindes- und Jugendalter hat die DVSG Handlungsempfehlungen zu verschiedenen Versorgungsbereichen gegeben.

Download des Positionspapiers  (Mai 2020)
Weitere Informationen

In einem Statement hat die DVSG relativ zu Beginn der Corona-Krise auf die notwendige Sicherstellung der psychosoziale Unterstützung und pflegerischen Versorgung der Bevölkerung aufmerksam gemacht.

Download des Statements (März 2020)

Das Bundesverfassungsgericht hat am 26.2.2020 entschieden, dass das vom Bundestag beschlossene Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung (assistierter Suizid) der Rechtsordnung widerspricht. Die DVSG hat in einer Stellungnahme dazu betont, dass die Entscheidung über eine Selbsttötung ein Prozess ist, dem ein Dialog mit Zugehörigen und professionell Begleitenden vorhergehen sollte. Die Menschen und deren Zugehörige müssen zu allen Aspekten ihrer Erkrankung, deren Verlauf sowie zu den Versorgungs- und Unterstützungsmöglichkeiten durch ein multiprofessionell aufgestelltes Team beraten, informiert und begleitet werden. Die Umsetzung des rechtlich geregelten assistierten Suizids zu akzeptieren ist eine, wenn auch die letzte Option, die der berufsethischen Haltung Sozialer Arbeit entspricht.

Download der Stellungnahme (März 2020)

2019

Die DVSG bringt in dieser Stellungnahme zum Ausdruck, dass die Richtlinie eine fachliche Weiterentwicklung der Psychiatrie und Psychosomatik in einem multiprofessionellen und am Bedarf der Patient*innen orientierten Sinne verhindere. Anzunehmen sei, dass die prekäre Versorgungssituation für psychisch Kranke und deren Angehörige eher verschärft werde. Denn in der Richtlinie werden die fachliche Entwicklungen seit der Festlegung der ehemaligen Psych-PV vor 30 Jahren nicht berücksichtigt. Personalzahlen sowie Regelaufgaben seien unverändert übernommen worden. Damit werde den psychisch kranken Menschen ein erheblicher Teil der aktuell bestehenden und in Leitlinien vorgesehenen Behandlungsmöglichkeiten durch Fachkräfte der Sozialen Arbeit und Fachtherapien vorenthalten.

Download der Stellungnahme (November 2019)

2018

Stellungnahme zur Konsultationsfassung zum Expertenstandard Entlassmanagement in der Pflege (Dezember 2018)

Gemeinsame Stellungnahme der Stakeholder-Konferenz im Rahmen des Diskursverfahrens „Konfliktfall Demenzvorhersage“ (November 2018)

Stellungnahme zu dem Vorschlagsentwurf der Gemeinsamen Empfehlung Reha-Prozess der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR)  (April 2018)

Stellungnahme zu den Leitlinien und Empfehlungen für eine Gute Praxis Gesundheitsberichterstattung (März 2018)

2015

Stellungnahme zum Sondergutachten 2015 Krankengeld – Entwicklung, Ursachen und Steuerungsmöglichkeiten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (Dezember 2015)

Stellungnahme zum Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Stärkung der pflegerischen Versorgung und zur Änderung weiterer Vorschriften (Zweites Pflegestärkungsgesetz-PSG II) (September 2015)

Stellungnahme zum Entwurf der Bundesregierung eines Gesetzes zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland (HPG) (August 2015)

Stellungnahme zum Referentenentwurf des BMG eines Zweiten Gesetzes zur Stärkung der pflegerischen Versorgung und zur Änderung weiterer Vorschriften (PSG II) (Juli 2015)

Stellungnahme zum Entwurf des Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz – PrävG) (April 2015)

2014

Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Versorgungsstärkungsgesetz – GKV-VSG) (November 2014)

Stellungnahme zum Gesetzentwurf der Bundesregierung: Entwurf eines Fünften Gesetzes zur Änderung des Elften Buches Sozialgesetzbuch - Leistungsausweitung für Pflegebedürftige, Pflegevorsorgefonds (Juli 2014)

2013

Positionspapier Ambulante Beratung - Anforderungen an die konzeptionelle und strukturelle Weiterentwicklung der ambulanten gesundheitlichen Beratung aus der Perspektive der Sozialen Arbeit (Dezember 2013)

Positionspapier Entlassungsmanagement durch Soziale Arbeit in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken (Oktober 2013)

Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Förderung der Prävention (Mai 2013)

2012

Stellungnahme zu TOP 4.13 der 89. Arbeits- und Sozialministerkonferenz 2012 Veränderung der Zuständigkeiten für die onkologische Rehabilitation (Oktober 2012)

Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten (August 2012)

Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung (Pflege-Neuausrichtungsgesetz - PNG) (Mai 2012)

2011

Stellungnahme zum Regierungsentwurf des Gesetzes zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VSG) (August 2011)

Stellungnahme zum Eckpunktepapier der Regierungskoalition für ein Versorgungsgesetz (Juni 2011)

Stellungnahme zum Antrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen "Versorgungslücken nach Krankenhausaufenthalt und ambulanter medizinischer Behandlung schließen" (März 2011)

2010

Grundsatzpapier Soziale Arbeit in der Onkologie - Der Beitrag der Sozialen Arbeit zur psychosozialen Versorgung onkologischer Patienten und ihrer Angehörigen (Juni 2010)