Welt-Alzheimer-Bericht fordert: Rehabilitation muss im Mittelpunkt der Demenz-Versorgung stehen

Angesichts von 1,8 Millionen Menschen mit Demenz in Deutschland weist die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) darauf hin, dass Rehabilitation ein zu wenig genutztes und potenziell kostengünstiges Mittel zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Demenz darstellt. Rehabilitation sei das fehlende Glied in der Demenzversorgung. Viele Menschen erhielten deshalb nicht die Unterstützung, die sie benötigen, um ein würdevolles und unabhängiges Leben zu führen. Dies ist die zentrale Warnung des Welt-Alzheimer-Berichts 2025, der von Alzheimer's Disease International (ADI) veröffentlicht wurde.

Rehabilitationsangebote für Menschen mit Demenz sind in Deutschland nur sehr eingeschränkt verfügbar. Dabei beschränkt sich Rehabilitation in der Regel auf die Folgen anderer Erkrankungen, wie zum Beispiel orthopädische Rehabilitation nach Frakturen. Auch hier wird Menschen mit Demenz jedoch oftmals eine Rehabilitationsfähigkeit abgesprochen. Menschen, die aufgrund ihrer Demenz nicht an einer stationären Reha teilnehmen können, bleiben aufgrund fehlender Angebote der mobilen Rehabilitation vielfach unversorgt. Angebote zur Rehabilitation der Demenz selbst gibt es in Deutschland fast gar nicht. Seit 2022 gibt es zumindest einen Anspruch auf Rehasport bei Demenz, bisher mangelt es aber auch hier an ausreichenden Angeboten.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft und ADI fordern die Regierung nachdrücklich auf, die Rehabilitation für Menschen mit Demenz zu priorisieren, die Ausbildung von Fachkräften sicherzustellen, Familien das Wissen und die Instrumente zur Unterstützung ihrer Angehörigen zur Verfügung zu stellen und die Angehörigen der Gesundheitsberufe sowie die Kostenträger aufzufordern, Rehabilitation als Teil der Unterstützung nach der Diagnose leichter anzubieten und zu ermöglichen.

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