Aktionswoche Migration und Flucht 2026: Beratungsangebote sichern - gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken
„Beratungsstellen und Fachdienste unterstützen Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrungen beim Ankommen, bei der Orientierung, bei der Bewältigung konkreter Probleme und fördern die gesellschaftliche Teilhabe. Sie erklären u.a. die jeweiligen Rechte und Pflichten und leisten damit einen Beitrag zu Rechtsstaat, sozialer Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Umso mehr beunruhigen uns die anhaltenden Spardebatten und drastischen Kürzungen in einzelnen Programmen wie der Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte und der behördenunabhängigen Asylverfahrensberatung sowie das Fehlen einer verlässlichen, längerfristigen Haushaltsplanung“, erklärt Achim Meyer auf der Heyde, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW). Im Fokus der Aktionswoche stehen folgende Beratungsangebote:
- das Bundesflüchtlingsprogramm mit den Psychosozialen Zentren für Geflüchtete (PSZ)
- die Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE)
- die Jugendmigrationsdienste (JMD)
- die behördenunabhängige Asylverfahrensberatung (AVB)
Bundesweit nutzen zahlreiche Träger die Aktionswoche, um in Gesprächen mit Entscheidungsträger*innen, bei Veranstaltungen vor Ort und an Tagen der offenen Tür die Bedeutung dieser Programme in den Blick zu nehmen - insbesondere die Bedeutung für ratsuchende Menschen sowie für den gesellschaftlichen Zusammenhalt insgesamt. Der Asylverfahrensberatung droht eine Kürzung um 80%. Auch bei der Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte sind laut Haushaltsentwurf für 2027 drastische Kürzungen geplant. Damit drohen über Jahre gewachsene, für das Gemeinwesen unverzichtbare Strukturen wegzubrechen – mit spürbaren Folgen für laufende Integrationsprozesse.
Die Verbände der BAGFW fordern die Bundesregierung und politisch Verantwortliche auf, diese stabilisierenden Säulen unserer Gesellschaft zu stärken. Notwendig ist eine auskömmliche, verlässliche und gesetzlich verankerte Regelfinanzierung – statt wiederkehrender Unsicherheit im Haushalt.