2003 - 2026
Öffnung des Fachverbandes und Entwicklung hin zur gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit
2003
Fallpauschalen werden als neue Vergütung für Krankenhäuser eingeführt
Das sogenannte DRG-System (Diagnosis Related Groups) wird in Deutschland für Krankenhäuser eingeführt und löst schrittweise die bis dahin geltenden tagesgleichen Pflegesätze mit dem Kostendeckungsprinzip ab.
Die DVSG bringt in unterschiedlichen Positionierungen und Gesprächen ihre Sorge um das Patient*innenwohl vor dem Hintergrund der starken Ökonomisierung zum Ausdruck. Die Einführung des neuen leistungsorientierten und pauschalierenden Krankenhaus-Vergütungssystems kann zu Benachteiligungen für die Patient*innen führen. Der Fachverband ruft zur Beibehaltung und Prüfung ethischer Grundsätze im Hinblick auf Behandlungs- und Betreuungskonzepte in den Krankenhäusern auf. Als notwendige Pfeiler werden unter anderem formuliert:
- Berücksichtigung psycho-sozialer Komponenten
- Einbeziehung von Leistungen der Krankenhaussozialarbeit
- Differenzierte Berücksichtigung der Patient*innen
- Einrichtung von Ethik-Diskursen
- Aufbau geeigneter Strukturen und Angebote in der Beratung und Versorgung im nachstationären Bereich
DVSG ist Gründungsmitglied der BAG-PVA
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Psychosoziale Versorgung im Akutkrankenhaus (BAG-PVA) entsteht aus dem Runden Tisch der psychosozialen Fachgesellschaften in der Akutmedizin. Sie wendet sich gegen Ökonomisierung und setzt sich für Erhalt, Stärkung und Weiterentwicklung psychosozialer Versorgung ein - einschließlich angemessener Entgelte im DRG-System und Mitwirkung an Kostenermittlungsverfahren.
Erste „Produkt- und Leistungsbeschreibung der Sozialen Arbeit“
Mit der Einführung der DRGs steigt die Notwendigkeit, Leistungen der Sozialen Arbeit transparent und nachvollziehbar abzubilden. Die Vereinigung legt dafür erstmals einen Katalog zu Produkten und Leistungen der Sozialen Arbeit im Akutkrankenhaus vor und schafft damit fachliche Qualitätsstandards, die diese Arbeit sichtbar und abrechenbar machen.
Weitere Informationen zur aktuellen Auflage der Produkt- und Leistungsbeschreibung der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen
Die „Anhaltszahlen für Sozialarbeit in Akutkliniken“ werden aktualisiert und beziehen sich nun auf Fälle (statt auf Betten) pro Vollzeitstelle. Für unterschiedliche Fallkomplexitäten wird die durchschnittliche Fallzeit gebildet.
3. DVSG-Bundeskongress in Mainz
Weiterentwicklung und Umbenennung des Verbandes
Die Mitgliederversammlung beschließt am 29. Oktober 2003 mit einer Satzungsänderung die Öffnung des Verbandes für weitere Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen. Damit wird der Fokus des Verbandes über den Krankenhauskontext sowie die dort überwiegend im Sozialdienst tätigen Sozialarbeiter*innen hinaus erweitert.
Mit dieser Entscheidung verbunden ist die Umbenennung der Deutschen Vereinigung für den Sozialdienst im Krankenhaus e. V. (DVSK) in Deutsche Vereinigung für Sozialarbeit im Gesundheitswesen e. V. (DVSG). Der Verband reagiert damit auf tiefgreifende Veränderungen im Gesundheitswesen. Soziale Arbeit im Gesundheitswesen findet zunehmend in Sektoren übergreifenden Versorgungsstrukturen statt. Mit der Öffnung des Verbandes geht zugleich ein erweitertes professionelles Selbstverständnis einher. Sie ermöglicht folgerichtig auch eine Einbindung und Interessensvertretung für Mitarbeiter*innen aus Einrichtungen in Krankenhäusern, Einrichtungen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation, ambulanten Diensten und Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen, Sozialversicherungsträgern oder Selbsthilfeorganisationen. Der Fachverband rüstet sich mit dieser Entscheidung für die Anforderungen des Gesundheitswesens. Soziale Arbeit im Gesundheitswesen versteht sich zunehmend als verbindendes Element zwischen medizinischer Versorgung, Rehabilitation, sozialer Teilhabe und psychosozialer Unterstützung.
Prof. Dr. Peter Reinicke wird Ehrenmitglied
Die Mitgliederversammlung ernennt Prof. Dr. Peter Reinicke zum Ehrenmitglied.

Neue Vorsitzende der DVSG
Der neu zusammengesetzte Vorstand wählt am 5. Dezember 2003 Ulrich Kurlemann zum 1. Vorsitzenden und Heike Ulrich zur 2. Vorsitzenden. Sie werden bis 2015 als geschäftsführender Vorstand im Amt bleiben.

2004
Fachliche Weiterentwicklung und Professionalisierung
Ingo Müller-Baron beginnt seine Tätigkeit als Fachreferent mit dem Schwerpunkt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Gleichzeitig wird ihm die hauptamtliche Redaktionsleitung der neugestalteten Fachzeitschrift unter demTitel FORUM sozialarbeit + gesundheit übertragen. Ein ehrenamtliches Redaktionsteam unterstützt weiterhin maßgeblich die Redaktionsarbeit und sichert die praxisorientierte fachliche Qualität der Fachzeitschrift.
Digitalisierung im Krankenhaussozialdienst
Die DVSG richtet eine Arbeitsgruppe ein, die die Entwicklung einer Software für Krankenhaussozialdienste vorbereitet. Die Anwendung soll künftig die Übernahme relevanter Daten aus den Krankenhausinformationssystemen ermöglichen.
2005
Muster-Stellen- und Arbeitsplatzbeschreibungen
Die DVSG veröffentlicht Muster mit Mindestanforderungen für Stellen- und Arbeitsplatzbeschreibungen der Sozialen Arbeit in Akutkrankenhäusern, Rehabilitationskliniken und geriatrischen Einrichtungen.
Fachliche Grundlagen zur Rolle Sozialer Arbeit
Die DVSG wirkt an der fachlichen Weiterentwicklung der Klinischen Sozialarbeit mit. Im Mittelpunkt stehen Fragen der psychosozialen Versorgung, multiprofessionellen Zusammenarbeit und sozialrechtlichen Unterstützung. Gemeinsam mit Fachverbänden und Wissenschaftler*innen entstehen Grundlagen zur Rolle Sozialer Arbeit im Gesundheitswesen, insbesondere bei chronischen Erkrankungen, psychischen Belastungen und sozialer Benachteiligung.
Erstveröffentlichung der Zeitschrift „Klinische Sozialarbeit“
Im Oktober 2005 erscheint erstmals die Klinische Sozialarbeit – Zeitschrift für psychosoziale Praxis und Forschung als gemeinsames Projekt von DVSG, Deutscher Gesellschaft für Sozialarbeit (DGSA) und der damaligen Zentralstelle für Klinische Sozialarbeit (ZKS). Sie wird seither als Einlegeheft im FORUM sozialarbeit + gesundheit veröffentlicht. 2012 übernimmt das European Centre for Clinical Social Work e. V. (ECCSW) die Mitherausgeberschaft von der aufgelösten ZKS. 2022 erweitert sich der Kreis der Herausgeber*innen um den Schweizerischen Fachverband für gesundheitsbezogene Soziale Arbeit (sages).

2005
4. DVSG-Bundeskongress in Mainz
OPS-Katalog ermöglicht Kodierung psychosozialer Leistungen
Mit dem Katalog der Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) 2005 werden psychosoziale Leistungen erstmals kodierbar. Damit können in der Krankenhausbehandlung auch Leistungen der Sozialarbeit im DRG-System abgebildet werden.
2006
Gemeinsame Empfehlung „Sozialdienste“
Am 1. März 2006 tritt die Gemeinsame Empfehlung nach § 13 Abs. 2 Nr. 10 SGB IX über die Zusammenarbeit mit Sozialdiensten und vergleichbaren Stellen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (Gemeinsame Empfehlung „Sozialdienste“) in Kraft. Sie stärkt die Rolle der Sozialdienste im Rehabilitationssystem und schafft verbindliche Grundlagen für Kooperation und Aufgabenprofil.
DVSG-Fallgruppen für die Sozialarbeit im Gesundheitswesen
Die DVSG veröffentlicht ergänzend Studienergebnisse zur Anwendung der Fallgruppen, aktualisierte Anhaltszahlen für Sozialarbeit im Akutkrankenhaus sowie Minutenwerte für Beratungsleistungen. Sie empfiehlt diese als Standards zur Qualitätssicherung und mahnt zugleich eine angemessene Finanzierung der Stellen von Sozialarbeiter*innen in Krankenhäusern an.
DVSG stärkt ihre digitale Präsenz
Mit dem Start des elektronischen Newsletters im März 2006 und einem umfassenden Relaunch der Webseite modernisiert die DVSG ihre Öffentlichkeitsarbeit. Informationen werden fortan schneller und digital bereitgestellt.
2007
5. DVSG-Bundeskongress in Mainz
2008
Grundsatzpapier zur Sozialen Arbeit in der Rehabilitation
Das Grundsatzpapier beschreibt die zentralen Aufgaben der Sozialen Arbeit in der medizinischen Rehabilitation.
Konzept zur ganzheitlichen Pflegeberatung
Die DVSG legt ein Konzept vor und fordert eine Pflegeberatung, die über pflegerische und medizinisch-therapeutische Aspekte hinausgeht. Psychosoziale Beratung und Begleitung sollen verbindlicher Bestandteil der Beratung sein.
Positionspapiere zum Case Management und zu Sozialer Arbeit im Krankenhaus
Case Management gewinnt im Zuge der Ökonomisierung im Gesundheitswesen an Bedeutung. Die DVSG veröffentlicht ihr Positionspapier „Case Management der Sozialen Arbeit“ und betont, dass ein wirksames Patient*innenmanagement die Bedürfnisse und Lebenslagen der Betroffenen systematisch einbeziehen muss. Gemeinsam mit dem Verband der Pflegedirektoren der Universitätsklinika (VPU) legt die DVSG zudem das Positionspapier „Case Management im Krankenhaus“ vor. Es zeigt, wie Case Management insbesondere bei komplexen Fällen unterstützen kann und gibt praxisnahe Hinweise für ein abgestimmtes Zusammenwirken der beteiligten Berufsgruppen.
2009
Expertise zur rechtlichen Verankerung der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen
Die beiden Experten Prof. Dr. Felix Welti und Dr. Harry Fuchs stellen in dem Gutachten fest, dass soziale Kontextfaktoren und die Förderung einer umfassenden sozialen Teilhabe in der gesundheitlichen Versorgung stärker beachtet werden müssen. Daraus lasse sich eine eigenständige Bedeutung der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen ableiten. Als Perspektiven nennen sie die Anerkennung der Sozialen Arbeit als Heilberuf, ein mögliches Berufsgesetz sowie professionsbezogene Regelungen in den Sozialgesetzbüchern.
Mitgliederversammlung beschließt Umzug nach Berlin
Die Mitgliederversammlung am 28. Oktober 2009 beauftragt den Vorstand, den Umzug der Geschäftsstelle nach Berlin zu konkretisieren. Zugleich wird ein Folgegutachten zur rechtlichen Verankerung der Sozialen Arbeit auf der Grundlage der Expertise von Prof. Dr. Felix Welti und Dr. Harry Fuchs in Auftrag gegeben.
6. DVSG-Bundeskongress in Münster
2010
Umzug der DVSG-Geschäftsstelle nach Berlin
Mit dem Umzug nach Berlin bezieht die DVSG Räume im „Haus der Gesundheitsberufe" am Salzufer 6 in Berlin und bildet gemeinsam mit anderen Verbänden eine Bürogemeinschaft. Holger Adolph nimmt als weiterer hauptamtlicher Referent seine Tätigkeit auf und leitet bis 2017 die Geschäftsstelle.

Arbeitshilfe zur Anleitung von Studierenden im Praxissemester
Da alle Studierenden der Sozialen Arbeit eine Praxistätigkeit absolvieren, arbeiten auch Krankenhaussozialdienste regelmäßig mit Praktikant*innen. Zur Unterstützung stellt die DVSG eine kompakte Arbeitshilfe bereit, die Erwartungen und zentrale Lerninhalte der Praxisanleitung in sechs Modulen bündelt.
Grundsatzpapier „Soziale Arbeit in der Onkologie“
Die DVSG zeigt den unverzichtbaren Beitrag der Sozialen Arbeit in der psychosozialen Versorgung von Krebspatient*innen und ihren Angehörigen auf. Sie betont, dass psychosoziale Unterstützung kein Zusatzangebot sein darf, sondern fester Bestandteil der onkologischen Regelversorgung werden muss.
2011
Leitfaden DVSG-Qualitätsmanagement
Mit dem Leitfaden unterstützt die DVSG den Aufbau von Qualitätsmanagementsystemen für Klinische Sozialarbeit.

Fachkonzeption Soziale Arbeit in der Psychiatrie der DVSG
Expert*innen aus verschiedenen psychiatrischen Fachkliniken entwickeln eine gemeinsame Konzeption, die fachliche Standards für die Soziale Arbeit in der Psychiatrie beschreibt und ihr Handeln im multiprofessionellen Team definiert.
Namensänderung der DVSG
Die Mitgliederversammlung am 12. Oktober 2011 passt den Verbandsnamen an die Entwicklungen der Disziplin an. Da der Begriff „Soziale Arbeit“ zunehmend als integrativer Oberbegriff für Sozialarbeit und Sozialpädagogik verwendet wird, lautet der neue Name „Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e. V.
7. DVSG-Bundeskongress in Münster
2012
Umzug der DVSG-Geschäftsstelle innerhalb Berlins
Die Bürogemeinschaft „Haus der Gesundheitsberufe“ und damit auch die Geschäftsstelle der DVSG ziehen nach Alt-Moabit 91 innerhalb Berlins um.

Forschungstagung der DGSA-Fachgruppe Forschung mit der DVSG und der Hochschule Paderborn
Die gemeinsame Tagung findet in Paderborn zum Thema „Das Soziale in/an der Gesundheit.Forschungsprojekte zwischen Grundlagen, Anwendung und Wirkungen" statt. Im Nachgang erscheint der Tagungsband „Soziale Arbeit - Forschung - Gesundheit“.
Online-Verzeichnis von Forschungsprojekten zur Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen
Das Verzeichnis wird in Kooperation mit der Sektion Klinische Sozialarbeit der DGSA veröffentlicht. Gemeinsam soll die Forschung in den Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen unterstützt werden.
2013
Die DVSG bringt ihre fachliche Perspektive zum Thema Entlassmanagement erstmals in eine Anhörung im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) ein.
DVSG-Mitgliederbefragung
Im Juli und August 2013 führt die DVSG erstmals eine Online-Befragung durch. Sie erhebt Einschätzungen zur Arbeitssituation der Sozialarbeiter*innen sowie Anforderungen an IT und Entlassmanagement in Akut- und Rehakliniken. (Ergebnisse).
DVSG und DBSH im Schulterschluss
Durch eine Kooperationsvereinbarung mit dem DBSH erhalten DVSG-Einzelmitglieder von nun an die Möglichkeit, für einen jährlichen Zusatzbeitrag von 60 Euro eine arbeitsrechtliche und gewerkschaftliche Vertretung durch den DBSH zu erhalten. Diese Regelung gilt bis Ende 2025.
Positionspapier Ambulante Beratung
Der Vorstand formuliert zentrale Anforderungen für die konzeptionelle und strukturelle Weiterentwicklung der ambulanten gesundheitlichen Beratung. (zum Dokument)
8. DVSG-Bundeskongress in Münster
Entwicklung eines Corporate Design
Die Mitgliederversammlung am 9. Oktober 2013 diskutiert die Überarbeitung des Corporate Designs und beauftragt den Vorstand, das Erscheinungsbild der DVSG und ihre Präsenz in den neuen Medien weiterzuentwickeln.
Gutachten „Rechtliche Verankerung der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen“
Im dem Gutachten beschreibt Prof. Dr. Gerhard Igl Voraussetzungen und Anforderungen an die rechtliche Regulierung von Aufgaben und Tätigkeiten der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen. Er kommt darin zu dem Ergebnis, dass eine Anerkennung der Sozialen Arbeit als Heilberuf nicht möglich sei. Stattdessen empfiehlt er, die Sichtbarkeit gesundheitsbezogener Sozialer Arbeit bei Akteur*innen der Gesundheitswirtschaft sowie bei gesetzes- und normgebenden Instanzen zu stärken. Dafür sei eine klare Profilschärfung notwendig. Das Gutachten wird 2017 als Buch veröffentlicht.

Curricula für Soziale Arbeit in der Medizinisch-berufsorientierte Rehabilitation (MBOR)
Um die Anforderungen der Deutschen Rentenversicherung umzusetzen, entwickelt die DVSG Curricula für sozialarbeitsspezifische Gruppenschulungen in der MBOR: ein Programm zu „Rehabilitation und Sozialrecht“ sowie zwei Konzepte für Kleingruppen. Darauf aufbauend führt die DVSG regelmäßig Train-the-Trainer-Schulungen durch; ab 2024 werden die Curricula aktualisiert.
2015
Qualifikationskonzept Gesundheitsbezogene Soziale Arbeit (QGSA)
Die DVSG konkretisiert den „Qualifikationsrahmen Soziale Arbeit“ des Fachbereichstags für die gesundheitsbezogene Soziale Arbeit und legt ein eigenes Qualifikationskonzept vor. Es definiert Kompetenzanforderungen für das Bachelor-, Master- und Promotionsniveau. Künftige Studiengänge der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit orientieren sich an diesen Inhalten.
Gründung der ASO
Auf Initiative der DVSG wird innerhalb der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) die Arbeitsgemeinschaft Soziale Arbeit in der Onkologie (ASO) gegründet. Dadurch ist die Soziale Arbeit als Disziplin und Profession sichtbar.
Die Mitgliederbefragung
In Kooperation mit der Deutschen Krebsgesellschaft und dem Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaften wird der Themenkomplex „Beratung und Betreuung onkologischer Patient*innen durch Soziale Arbeit“ untersucht.(Ergebnisse)
Strategische Weiterentwicklung
Die Mitgliederversammlung am 4. November 2015 beschließt grundlegende strukturelle Weiterentwicklungen des Verbandes. Zudem wird der Vorstand neu gewählt und damit ein Führungs- und Strategiewechsel eingeleitet.
9. DVSG-Bundeskongress in Münster
Neuer geschäftsführender Vorstand
In der konstituierenden Sitzung am 4. und 5. Dezember 2015 wählt der neue Vorstand Prof. Dr. Stephan Dettmers zum 1. Vorsitzenden und Ulrike Kramer zur 2. Vorsitzenden der DVSG.
9. DVSG-Bundeskongress in Münster
Neuer geschäftsführender Vorstand
In der konstituierenden Sitzung am 4. und 5. Dezember 2015 wählt der neue Vorstand Prof. Dr. Stephan Dettmers zum 1. Vorsitzenden und Ulrike Kramer zur 2. Vorsitzenden der DVSG.
2016
Aufbruchstimmung in der DVSG
Um die Weiterentwicklung des Verbandes voranzutreiben, lädt die DVSG zu einem Vernetzungstreffen am 29. und 30. April 2016 in Fulda. Beirat, Beauftragte und Vorstand entwickeln hier gemeinsam Ziele und Maßnahmen u. a. zu den Themen Leitlinienarbeit, ICF, Z-Diagnosen, Wissensmanagement, Fortbildung, Vernetzung und Nachwuchsförderung. Mit großem Zuspruch wird die Agenda und die strategische Ausrichtung des Fachverbandes bestätigt.
2017
Mitgliederbefragung 2017
Die DVSG führt gemeinsam mit der Deutschen Rentenversicherung Bund und der Deutschen Rentenversicherung Westfalen eine Mitgliederbefragung zum Zugang zur Beratung durch Soziale Arbeit in den unterschiedlichen Settings des Gesundheitswesens durch. (Ergebnisse)
Personelle Veränderung in der Geschäftsstelle
Elke Cosanne folgt auf Holger Adolph und übernimmt die Leitung der Geschäftsstelle. Mit dieser Personalie werden gezielt sowohl der Bildungsbereich als auch die operative und strategische Ausrichtung der DVSG weiterentwickelt. In der Folgezeit kommt es zu einem Ausbau der Geschäftsstelle durch zusätzliche Stellen im Referent*innen- und Assistenzteam.
Rahmenvertrag Entlassmanagement für Akutkrankenhäuser
Mit dem Inkraftreten des Rahmenvertrags Entlassmanagement wird das Entlassmanagement als multiprofessioneller Prozess definiert. Die DVSG bringt sich in die Gespräche mit den Vertragspartner*innen ein und formuliert fachliche Konkretisierungsbedarfe, insbesondere zur Benennung der Profession und zur Personalausstattung.
10. DVSG-Bundeskongress in Kassel
Gründung des Fachbereichs „Prävention und Gesundheitsförderung“
Mit dem Aufbau des neuen Fachbereichs erweitert die DVSG ihr fachliches Profil. Gesundheitsförderung wird als zentrale Aufgabe der Profession im Verband verankert und sichtbar, z. B. im FORUM sozialarbeit + gesundheit, in den Bundeskongressen oder durch die regelmäßige Mitwirkung am Kongress Armut und Gesundheit. Die DVSG intensiviert in den Folgejahren ihre Zusammenarbeit mit dem Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit und der Nationalen Armutskonferenz. Damit rücken Fragen sozialer Ungleichheit und gesundheitlicher Teilhabe stärker in den fachpolitischen Fokus.
2018
Erster Expertenstandard für Soziale Arbeit veröffentlicht
Mit dem Expertenstandard „Psychosoziale Erstberatung onkologischer Patient*innen durch Soziale Arbeit in der stationären Versorgung“ (PEOPSA) veröffentlichen DVSG und ASO den ersten Expertenstandard für Soziale Arbeit. Er soll die Qualität der psychosozialen Versorgung im onkologischen Kontext stärken. Die Deutsche Krebsgesellschaft präzisiert in den Folgejahren sukzessive ihre Strukturanforderungen für die Soziale Arbeit und bezieht Inhalte des Expertenstandards ein. 2026 wird der Expertenstandard aktualisiert und erweitert. (PEOPSA)
DVSG zieht erste Bilanz zur neuen Strategie
Beim Vernetzungstreffen in Bad Sassendorf am 20. und 21. April 2018 zieht die DVSG Bilanz zur strategischen Ausrichtung. Die Teilnehmenden bekräftigen mit breiter Zustimmung die sechs Schwerpunkte, die seit 2016 die Weiterentwicklung des Verbandes prägen. Die Ziele werden konkretisiert und für die weitere fachpolitische Arbeit priorisiert.
DVSG übernimmt erneut Sprecheramt des Funktionsbereichs Gesundheit beim DBSH
Die Zusammenarbeit mit dem DBSH vertieft sich durch eine Wiederbelebung des Funktionsbereichs Gesundheit. Die DVSG übernimmt die Sprecher*innenfunktion des Bereichs und stärkt damit die Sichtbarkeit gesundheitsbezogener Sozialer Arbeit im Berufsverband.
2019
Die DVSG rüstet sich für Leitlinienarbeit
Mit einem zweitägigen Workshop zur Entwicklung medizinischer Versorgungsleitlinien erweitert die DVSG im April 2019 ihre Kompetenz in der Leitlinienarbeit. Ziel ist es, die Perspektive gesundheitsbezogener Sozialer Arbeit stärker in Leitlinienprozessen zu verankern.
DVSG-Befragung
In Kooperation mit der Hochschule Bielefeld führt die DVSG eine Befragung zu Zugang, Motivation und Bedarfen in der Fortbildung durch. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung des Bildungsbereichs.
Stellungnahme zur Erstfassung der Richtlinie zur Personalausstattung in der Psychiatrie und Psychosomatik
Die DVSG kritisiert in ihrer Stellungnahme die Fortschreibung veralteter Personalanhaltszahlen. Damit könnten zentrale Leistungen der Sozialen Arbeit und Fachtherapien nicht im erforderlichen Umfang abgebildet werden.
Handbuch der Sozialen Arbeit zu Zertifizierungen im Gesundheitswesen
Das DVSG-Handbuch bietet Informationen rund um die Themen Qualitätsmanagement und Zertifizierungen im Gesundheitswesen und skizziert für die Soziale Arbeit Kernpunkte des Qualitätsmanagement-Modells der DIN EN ISO 9001:2015 in drei möglichen Versorgungsbereichen.

Aktualisierung der Produkt- und Leistungsbeschreibung der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen
Mit der aktualisierten Auflage werden spezifische Inhalte für Kinder und Jugendliche sowie für das Handlungsfeld Psychiatrie ergänzt.
Umfangreiche Satzungsänderungen und Wahl des Gesamtvorstands
Die Mitgliederversammlung am 13. November 2019 beschließt umfangreiche Änderungen der Satzung. Sie betreffen u. a. die Einführung von Fördermitgliedschaften, strukturelle Aktualisierungen wie die Einführung von Beauftragten und die Möglichkeit einer hauptamtlichen Geschäftsführung. Zudem wird der Vorstand neu gewählt und heißt künftig Gesamtvorstand.
Handbuch gesundheitsbezogene Soziale Arbeit
Das Handbuch bietet einen umfassenden Überblick zur Themenvielfalt der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit. Zahlreiche in der DVSG engagierte Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis tragen als Autor*innen zu diesem Werk bei.

11. DVSG-Bundeskongress in Kassel
Wiederwahl der Vorsitzenden
In der konstituierenden Sitzung des Gesamtvorstands am 6. und 7. Dezember 2019 werden Prof. Dr. Stephan Dettmers und Ulrike Kramer einstimmig für eine zweite Amtsperiode als Vorsitzende wiedergewählt.
Weiterentwicklung des Verbandes
Die DVSG erweitert kontinuierlich die Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern, Fachverbänden, Hochschulen, Selbsthilfeorganisationen und weiteren Akteur*innen des Gesundheits- und Sozialwesens. Die strategische Weiterentwicklung verbindet fachliche Qualität, Unterstützung für die Praxis, Professionalisierung, Theorie-Praxis-Transfer, Evidenzorientierung sowie sozialpolitisches Engagement. Damit profiliert sich die DVSG zunehmend als bundesweit vernetzter Fachverband gesundheitsbezogener Sozialer Arbeit. Die Benennung von Beauftragten trägt darüber hinaus dazu bei, dass themenspezifische Aktivitäten, Kooperationen und Netzwerke aktiv gestaltet werden können.
In seinen ersten Besprechungen konsentiert der neue Gesamtvorstand als übergeordnete strategische Prioritäten der DVSG:
• Mitwirkung bei Leitlinien- und Expertenstandardentwicklung,
• Verfassen von gesundheits- und sozialpolitischen Positionierungen,
• Weiterentwicklung der Fort- und Weiterbildung,
• finanzielle Grundlage der DVSG stabilisieren und
• Kooperation und Vernetzung stärken.
2020
Auswirkungen der Corona – Pandemie: Digitalisierungsschub
Mit Beginn der Corona-Pandemie und den weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens richtet die DVSG eine digitale Infothek ein, die der Praxis aktuelle Hinweise und Orientierung bietet. Der Lockdown führt zugleich zu einem deutlichen Digitalisierungsschub: der Fortbildungsbetrieb wird um digitale Formate erweitert und kann auf diese Weise verlässlich fortgeführt werden.
Stellungnahmen und Beteiligung beim Psychiatrie-Dialog
Im Rahmen des Psychiatrie-Dialogs bringt die DVSG ihre Perspektive ein. Sie weist auf Versorgungsbrüche an den Schnittstellen der Sozialgesetzbücher hin, die zu Hürden in der Inanspruchnahme von Leistungen führen.
Start des DVSG-Mentoringprogramms
Zur Förderung des Nachwuchses startet die DVSG einen Austausch von Studierenden und Berufseinsteiger*innen mit erfahrenen Kolleg*innen. Das Format findet von nun an monatlich als Online-Meeting statt.
2021
Relaunch der DVSG-Webseite
Im April 2021 veröffentlicht die DVSG ihren umfassend modernisierten Internetauftritt und stärkt damit die digitale Sichtbarkeit des Verbandes. Die neue Website bietet einen strukturierten und zielgruppenspezifischen Zugang zu fachlichen Themen, Veranstaltungen und Veröffentlichungen.
DVSG erhält hauptamtliche Geschäftsführung
Der Gesamtvorstand trifft die Entscheidung, eine Geschäftsführung einzusetzen. Die bisherige Geschäftsstellenleitung, Elke Cosanne, übernimmt die Rolle als Geschäftsführerin. Der geschäftsführende Vorstand, der Gesamtvorstand sowie die Geschäftsführung erarbeiten und verabschieden gemeinsam eine Geschäftsordnung zur Regelung von Aufgaben, Formen der Zusammenarbeit, der Gremienbeteiligung sowie des Informations- und Kommunikationsflusses.
Ulrich Kurlemann wird zum Ehrenmitglied ernannt
Die Mitgliederversammlung am 17. November 2021 findet pandemiebedingt erstmals digital statt. Darin wird der frühere 1. Vorsitzende Ulrich Kurlemann für sein außergewöhnliches Engagement gewürdigt und zum Ehrenmitglied ernannt.
FAQ Übergangspflege
Die Regelungen zur Übergangspflege im Krankenhaus nach § 39e SGB V führen zu Unsicherheiten und zu bundesweit und regional heterogenen Umsetzungen. Die DVSG entwickelt eine Arbeitshilfe FAQ Übergangspflege und bietet einen digitalen Erfahrungsaustausch an, der in den Folgejahren fortgeführt wird. (FAQ-Uebergangspflege-DVSG)
2022
Weiterbildung „Entlassmanagement in der Geriatrie“
In Kooperation mit dem Bundesverband Geriatrie entwickelt die DVSG von 2020 bis 2022 ihre erste Fachweiterbildung. 2022/2023 wird die Weiterbildung pilotiert, die ersten Abschlussprüfungen folgen 2023/2024.
12. DVSG-Bundeskongress in Kassel
Das Positionspapier „Entlassmanagement durch Soziale Arbeit in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken“ wird vollständig überarbeitet und neu veröffentlicht.
Die DVSG nimmt Stellung zur Personalbemessung in der Psychiatrie und Psychosomatik sowie zur Soziotherapie.
Zu den geplanten „Gesundheitskiosken“ fordert sie eine bedarfsgerechte und multiprofessionelle Ausrichtung auf Basis des biopsychosozialen Gesundheitsmodells der WHO.
2023
E-Abo für Hochschulen
Seit Herbst 2023 wird die Fachzeitschrift FORUM sozialarbeit + gesundheit zusätzlich als E-Abonnement über die utb-elibrary angeboten. Damit werden die Inhalte Hochschulen und Institutionen in digitaler Form zur Verfügung gestellt. https://elibrary.utb.de/journal/fdvsg
Instagram-Kanal der DVSG
Mit dem Kanal die_dvsg stärkt der Verband seine Präsenz in sozialen Medien. Die Nachwuchsförderung gewinnt an Sichtbarkeit, ebenso zentrale Themen der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit.
Stärkung von Forschung, Praxis und Promotion
In einer Tagung am 28. und 29. April 2023 in Würzburg greift die DVSG gemeinsam mit maßgeblichen Fachverbänden der Sozialen Arbeit aus Deutschland und Österreich das Thema Forschungs- und Promotionsförderung auf. Die Veranstaltung bietet Raum für Input, Begegnung und Austausch über Forschungs- und Promotionsförderung, Forschungsmodelle, Promotionsvorhaben, bewährte Strukturen und Kooperationsformen sowie Impulse für eine verbesserte Zusammenarbeit.
Arbeitshilfe „Digitalisierung im Gesundheits- und Sozialwesen“
Vor dem Hintergrund der Digitalisierungsstrategie der Bundesregierung veröffentlicht die DVSG eine praxisorientierte Arbeitshilfe, die zentrale Entwicklungen, Begriffe und Prozesse der Digitalisierung erläutert. DVSG Arbeitshilfe Digitalisierung
Förderung von Kooperationen
Die DVSG stärkt ihre fachpolitischen Kooperationen über mehrere Felder hinweg: Sie arbeitet in gemeinsamen Positionierungen mit Verbänden zum Thema „kommunale Gesundheitsversorgung“ zusammen, baut die Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Selbsthilfe und dem Haus der Krebs-Selbsthilfe systematisch aus und vertieft durch den regelmäßigen Austausch mit dem Berufsverband der Berufsbetreuer*innen (BdB) und Betreuungsgerichtstag die Vernetzung im Bereich der rechtlichen Betreuung aus.
Gutachter*innentätigkeiten in Rehabilitation und Teilhabe
Begutachtung spielt eine zentrale Rolle für Entscheidungen der Rehabilitationsträger über das Vorliegen von Rehabilitationsbedarfen und Teilhabeansprüchen. Mit der Aktualisierung der „Gemeinsamen Empfehlung Begutachtung“ nimmt die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) die Soziale Arbeit als dritte fachliche Expertise neben Medizin und Psychologie auf.
2024
FAQ zur Anschlussrehabilitation der gesetzlichen Krankenversicherung
Mit der Umsetzung des Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetzes wird das Antragsverfahren zur Anschlussrehabilitation (AR-Verfahren) der gesetzlichen Krankenversicherungen vereinheitlicht. Die DVSG reagiert auf die Unwucht, die das neue Verfahren für die nur zum Teil digitalisierten Sozialdienste bedeutet und veröffentlicht FAQ zum einheitlichen AR-Verfahren der GKV und Singer-Patientenprofil. DVSG_FAQ-AR-Verfahren_SINGER-Patientenprofil.pdf
Weiterbildungscurriculum „Soziale Arbeit in der Onkologie“
Gemeinsam mit der ASO legt die DVSG ein Curriculum für die Weiterbildung „Soziale Arbeit in der Onkologie“ vor. Es umfasst sechs Module mit insgesamt 140 Unterrichtseinheiten und schließt mit einer Prüfung zur Zertifikatserteilung ab.
DVSG-Befragung 2024 bestätigt Versorgungslücken und -probleme
Die Online-Befragung bestätigt deutliche Versorgungslücken: Zwei Drittel der Teilnehmenden sehen unzureichende Angebote, besonders in stationärer Dauerpflege, Kurzzeit- und Verhinderungspflege sowie in der ambulanten Psychotherapie. Fachkräftemangel und demografische Entwicklungen verschärfen die Situation weiter. (Mehr Informationen)
Erste hybride Mitgliederversammlung
Die Wahl des Gesamtvorstands erfolgt erstmals hybrid und nach der geänderten Satzung von 2019.
13. DVSG-Bundeskongress in Erfurt
Kontinuität im geschäftsführenden Vorstand
In der konstituierenden Sitzung des Gesamtvorstands am 6. und 7. Dezember 2024 werden Prof. Dr. Stephan Dettmers und Ulrike Kramer erneut als geschäftsführender Vorstand bestätigt.
2025
Zukunftsorientierung und strategische Weiterentwicklung
Der Gesamtvorstand formuliert strategische Ziele für die Jahre 2025 bis 2028. Im Mittelpunkt stehen die Professionalisierung gesundheitsbezogener Sozialer Arbeit, Nachwuchsförderung, Forschung und Theorie-Praxis-Transfer, Kooperation und Vernetzung, sozialpolitisches Engagement sowie die Zukunftsfähigkeit des Verbandes. Die DVSG bekräftigt, dass sie sich auch 100 Jahre nach ihrer Gründung als fachliche und gesellschaftspolitische Stimme für soziale Teilhabe, psychosoziale Versorgung und gesundheitliche Chancengleichheit versteht.
Leitlinienarbeit der DVSG
Die DVSG legt ein Handbuch für Leitlinien-Mandatierte vor. Es bietet grundlegende Informationen zu Leitlinienprozessen und beantwortet häufige Fragen zu Erstellung und Aktualisierung.
Gründung des Bündnisses „Gemeinsam für ein gutes, selbstbestimmtes Leben im Alter“
Da verbindliche Mindestkriterien für kommunale Basisstrukturen im Alter fehlen und bundesweit sehr unterschiedliche Bedingungen für Sorgearbeit, Versorgung und Teilhabe entstehen, schließen sich fünf Verbände zum Bündnis zusammen, um Kräfte zu bündeln, Vernetzung zu stärken und gemeinsame Aktivitäten zu entwickeln. Die DVSG ist Mitinitiatorin. (Mehr Informationen)
Politisches Engagement stärken
Die DVSG intensiviert ihre politische Arbeit. Eine Kurzanalyse des Koalitionsvertrags 2025 bis 2029 von CDU, CSU und SPD bündelt zentrale Inhalte für die gesundheitsbezogene Soziale Arbeit.
Regelmäßige Online-Meetings fördern politische Kompetenz und Austausch.
Ein interner Politik-Workshop identifiziert zentrale Versorgungslücken und formuliert Kernbotschaften.
Versorgungsforschungsprojekt beim Innovationsfonds
Die DVSG reicht einen Antrag zur Verbesserung der Versorgung bei behandlungserschwerenden psychosozialen Bedarfen im Krankenhaus beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) ein. Das Projekt zielt auf eine systematische Berücksichtigung sozialer Gesundheitsaspekte und den gezielten Einsatz von Sozialer Arbeit im multiprofessionellen Team. Das Institut für angewandte Versorgungsforschung (inav) begleitet die Antragstellung. Im Mai 2026 erfolgt die Rückmeldung, dass das Vorhaben nicht zur Förderung ausgewählt wurde. Das Projekt wird weiterverfolgt.
Personalbemessung Psychiatrie
Die DVSG bringt sich erfolgreich mit Stellungnahmen und bei Anhörungen in die Neufassung der Richtlinie über die Ausstattung der stationären Einrichtungen der Psychiatrie und Psychosomatik (PPP-RL) ein. Soziale Arbeit bleibt als eigenständige Berufsgruppe und mit eigenen Personalkennzahlen sichtbar.
Fortführung des Psychiatrie-Dialogs
Die DVSG bringt mit Stellungnahmen ihre Position in den Prozess ein, insbesondere zur Weiterentwicklung und Verzahnung der Versorgung psychisch erkrankter Menschen.
Weiterbildungscurriculum für Gutachten der Sozialen Arbeit
Eine Expert*innengruppe der DVSG erarbeitet das Curriculum für eine Weiterbildung „Begutachtung durch Soziale Arbeit“. Sie umfasst vier Module mit insgesamt 80 Unterrichtseinheiten. (Mehr Informationen)
Neue Handlungsempfehlung zur Anleitung von Studierenden in Praxissemestern der Sozialen Arbeit
Die Arbeitshilfe bietet praxisnahe Anregungen für die Gestaltung kompetenzorientierter und lernzielbasierter Praktika in Handlungsfeldern der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit. Sie enthält Rahmenbedingungen, einen Lernzielkatalog sowie Vorschläge für Arbeitspakete für Studierende und Anleitende. DVSG_Handlungsempfehlung-Studierende-Praxissemester
Reha-Kompetenzen für die Soziale Arbeit:
Die DVSG veröffentlicht gemeinsam mit der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) ein Positionspapier zu den Reha-Kompetenzen der Sozialen Arbeit. Positionspapier_Reha-Kompetenzen_für_die_Soziale_Arbeit
Fact-Sheet „Soziale Arbeit in der Altenhilfe und bei Pflegebedürftigkeit“
Das Fact-Sheet bietet eine Orientierung zu Aufgaben, Tätigkeiten und Kompetenzen der Sozialen Arbeit in der Altenhilfe. FactSheet-Soziale-Arbeit-Handlungsfeld-Altenhilfe-2025
Aufruf zu mehr Zusammenhalt und Solidarität
Die DVSG unterstützt den Appell „Gesundheit unteilbar: Gemeinsam gegen Ausgrenzung und für ein gerechtes Gesundheitssystem“, mit dem über 140 Akteur*innen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich die Stimme gegen Ausgrenzung erheben und einen verbesserten Zugang zur gesundheitlicher Versorgung für alle fordern.
Die DVSG wird Mitglied im Runden Tisch Berlin
Mit ihrer Mitgliedschaft nimmt die DVSG stärker das Thema „Gesundheitsversorgung bei häuslicher und sexualisierter Gewalt“ in den Blick.
2026
100 Jahre DVSG
Die DVSG feiert mit einem politischen Festakt in Berlin, der JubiläumsMitgliederversammlung und dem Jubiläumskongress in Düsseldorf sowie verschiedenen Veröffentlichungen ihr 100-jähriges Bestehen.
Online-Befragung der DVSG
Im März 2026 führt die DVSG eine Online-Befragung zu Strategien der Fachkräftegewinnung und -sicherung sowie zu Rahmenbedingungen professioneller und resilienter Arbeit in der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit durch.
DVSG-Newsletter im neuen Layout
Die beiden elektronischen Newsletter erscheinen in einer modernisierten und gestalterisch überarbeiteten Form.Informationen zu Veranstaltungen, Politik, Praxis, Forschung und Medien werden damit strukturierter und übersichtlicher aufbereitet.
Arbeitshilfe Psychiatrie
Diese Veröffentlichung der DVSG stellt grundlegende Informationen zu rechtlichen Rahmenbedingungen, Zielen und Aufgaben der Sozialen Arbeit für die Zielgruppe Erwachsener mit psychischen Erkrankungen dargestellt. Die Inhalte beziehen sich exemplarisch auf drei Handlungsfelder der Sozialen Arbeit in der Psychiatrie: das psychiatrische Krankenhaus, den Öffentlichen Gesundheitsdienst und die Eingliederungshilfe. DVSG-Arbeitshilfe-Psychiatrie_2026
PEOPSA 2.0
Im Juni 2026 erscheint der Expertenstandards „Psychosoziale (Erst-)Beratung onkologischer Patient*innen durch Fachkräfte der Sozialen Arbeit (PEOPSA 2.0)“ in einer aktualisierten und erweiterten Fassung. Auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, fachlicher Leitlinien sowie der Expertise aus Wissenschaft, Praxis und Selbsthilfe werden darin insbesondere ambulante und rehabilitative Versorgungsstrukturen sowie Fragen von Diversität, Teilhabe und sektorenübergreifender Versorgung stärker berücksichtigt. (Mehr Informationen)
Mitgliederversammlung
Die DVSG richtet am 14. Oktober 2026 ihre zweite hybride Mitgliederversammlung aus und würdigt zum Jubiläum das Engagement der Mitglieder sowie die Verbundenheit und enge Zusammenarbeit mit Partner*innen im Gesundheit- und Sozialwesen.
DVSG-Bundeskongress in Düsseldorf
Der Jubiläumskongress steht unter dem Titel „Mut zur Haltung: Zukunft schon heute gesund und sozial gestalten“. Der Kongress verbindet den Blick in die Historie des Fachverbandes mit zukunftsweisenden Ideen, um aktuelle und kommende Herausforderungen zur bedarfsgerechten psychosozialen Unterstützung bei gesundheitlichen Risiken und Störungen als Profession und Disziplin aktiv zu gestalten. Die Schirmherrschaft übernimmt Claudia Middendorf, Beauftragte für Menschen mit Behinderung und Patient*innen des Landes NRW.
