Mitgliederbefragungen

Die DVSG befragt seit 2013 alle zwei Jahre ihre Mitglieder sowie darüber hinaus weitere im Gesundheitswesen tätige Sozialarbeiter*innen zu verbandlichen und/oder gesundheitspolitisch wichtigen Themen. Dabei geht es der DVSG insbesondere darum, fachliche Einschätzungen zu jeweils unterschiedlichen Themen zu erhalten und für die Verbandsarbeit und -entwicklung nutzbar zu machen.

Aktuelle Online-Befragung

2021 - Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Soziale Arbeit und ihre Adressat*innen

Bei der diesjährigen Online-Befragung steht die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die Soziale Arbeit und deren Adressat*innen im Mittelpunkt. Die Pandemie brachte und bringt tiefgreifende Veränderungen in der Lebenssituation, Versorgung und Beratung von Klient*innen der Sozialen Arbeit mit sich. Auch die Arbeitsbedingungen und die Anforderungen für die gesundheitsbezogene Soziale Arbeit haben sich durch die Pandemie stark verändert. Die DVSG hat diese Situation zum Anlass genommen, die anstehende (Mitglieder-)Befragung zu diesen Themen zu initiieren. Die Erhebung widmet sich den veränderten Rahmenbedingungen, Bedarfen und Chancen für die Soziale Arbeit und deren Adressat*innen. Ziel der Befragung ist es, die aktuelle Situation in der Praxis abzubilden und Implikationen für die fachpolitische Arbeit des Verbandes abzuleiten. Die Befragung ist ein Kooperationsprojekt der Professoren Daniel Deimel und Thorsten Köhler von der Katholischen Hochschule NRW und der DVSG.

Ihre Meinung zu der Arbeitssituation, veränderten Bedarfen und Angeboten im Zuge der Corona-Pandemie ist uns wichtig. 

Der Befragungszeitraum ist befristet und endet am 31.05.2021.

Bei der Online-Befragung handelt es sich um eine freiwillige und anonymisierte Befragung. Alle Daten werden ausschließlich in anonymisierter Form erhoben, ausgewertet und veröffentlicht. Wir garantieren Ihnen weder IP-Adresse Ihres Computers zu erfassen, noch Informationen über Sie zu erheben, die Ihre Identifikation ermöglichen. Die gesetzlichen Vorgaben des Datenschutzes bzw. der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) werden eingehalten. Sämtliche Daten werden ausschließlich zur Ableitung von Handlungsbedarfen für die fachpolitische Arbeit und zu wissenschaftlichen Zwecken sowie zur Weiterentwicklung des Verbandes erhoben.

Bei Fragen wenden Sie sich an Elke Cosanne elke.cosanne@dvsg.org

Ergebnisse werden voraussichtlich bei der nächsten Mitgliederversammlung im November 2021 vorgestellt.

Themen und Ergebnisse der vorherigen Befragungen

2019 - Fortbildung: Zugang, Motivation und Bedarfe

Die Befragung wurde im März 2019 bei Einzelmitgliedern, korporativen Mitgliedern sowohl weiteren im Gesundheitswesen tätigen Personen umgesetzt. Für die Planung und Umsetzung der Befragung wurde eine Kooperation der DVSG mit der Hochschule Bielefeld initiiert und umgesetzt.

Die Befragungsergebnisse sind in einem Artikel im FORUM sozialarbeit + gesundheit sowie in einem Poster zusammengestellt worden.

2017 – Zugang zur Beratung durch Soziale Arbeit in unterschiedlichen Settings des Gesundheitswesens

Die Mitgliederbefragung 2017 wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rentenversicherung Bund und der Deutschen Rentenversicherung Westfalen durchgeführt. Im Zentrum stand die Frage des Zugangs zur Beratung durch Soziale Arbeit in den unterschiedlichen Settings des Gesundheitswesens. Die Ergebnisse wurden in zwei Beiträgen im FORUM sozialarbeit + gesundheit veröffentlicht:

Zugang zum Sozialdienst in Akutkrankenhäusern
Zugang zum Sozialdienst in Reha-Einrichtungen

2015 - Ressourcen und Belastungen in der Arbeit/Beratungsinhalte bei Personen mit onkologischen Erkrankungen im Vergleich zu anderen Patient*innengruppen

Erstmals wurde die Befragung gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft und dem Institut für Medizinische Soziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) der Universität zu Köln durchgeführt. Die Online-Befragung wurde im Mai und Juni 2015 umgesetzt. Die Befragung richtete sich ausschließlich an DVSG-Einzelmitglieder, die zu diesem Zeitpunkt in der praktischen Versorgungsarbeit tätig waren.


Die Ergebnisse sind in drei Ausgaben des FORUM sozialarbeit + gesundheit erschienen, die bereitgestellt sind.

Verhältnis von direktem Beratungsgespräch/Klientenkontakt und mittelbar patient*innenbezogenen Aufgaben in der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen

Nicht-fallbezogene Aufgaben wie Mitwirkung in nicht-fallbezogenen Gremien, Vernetzungsarbeiten und Besprechungen, Öffentlichkeitsarbeit und Leitungstätigkeiten sind konzeptuell integraler Bestandteil der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen. Die Befragung zeigt, dass dies auch in der Versorgungswirklichkeit praktiziert wird. Sozialarbeiterische Beratung im Gesundheitswesen umfasst mehr als die direkte Beratungszeit mit den Klienten und Angehörigen. Die instrumentelle Unterstützung der Klient*innen durch die Erschließung von Leistungen, Formulierung von Anträgen, Widersprüchen, Absprachen mit Kostenträgern, Arbeitgebern, Organisation der Nachversorgung sowie Dokumentation und Evaluation oder ähnlichen Aufgaben finden in der Regel in Abwesenheit der Klient*innen statt. Die Tätigkeiten nehmen im Durchschnitt einen größeren Anteil der Arbeitszeit in Anspruch als das direkte Gespräch mit Klient*innen.
 

Ressourcen und Belastungen in der Sozialen Arbeit

Sozialarbeiter*innen aus dem Akutbereich sind von starkeren Arbeitsbelastungen betroffen und verfügen über weniger Ressourcen, die diese Belastungen abmildern könnten. Im Gegensatz dazu wies insbesondere der Rehabilitationsbereich stärker ausgeprägte Ressourcen und weniger Belastungen auf, während die Psychiatrischen Kliniken meist eine mittlere Position einnahmen. Ein ähnliches Bild zeigte sich auch bei der Betrachtung möglicher negativer Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit der Beschäftigten. Im Akutbereich klagten die Beschäftigten häufiger über Symptome emotionaler Erschöpfung, so dass hier von einem höheren Burnout-Risiko auszugehen ist. Hinsichtlich des subjektiven Gesundheitszustandes zeigten sich im Mittel zwar keine Unterschiede, die Befragten aus dem Akutbereich berichteten jedoch etwas häufiger von einem (eher) schlechten Gesundheitszustand. Auch hinsichtlich des Zusammenspiels zwischen Erwerbsarbeit und Privatleben wiesen die Befragten des Akutbereiches die höchsten Konfliktwerte auf, die jedoch in den psychiatrischen Kliniken ähnlich hoch ausfielen.
 

Beratungsinhalte der Sozialen Arbeit bei onkologischen Patienten im Vergleich zu anderen Patientengruppen

Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die Tätigkeitsbereiche, Maßnahmen und besonderen Probleme bei der sozialarbeiterischen Beratung von onkologischen im Vergleich zu anderen Patient*innen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Beratungsinhalte bei onkologischen und nicht-onkologischen Patient*innen zwar unterscheiden, aber die Unterschiede weniger ausgeprägt sind als man erwarten könnte. Lediglich die Beratungen zum Hospiz, zur Anschlussheilbehandung/Anschlussrehabilitation und zur pflegerischen Versorgung sind bei Personen mit einer Krebserkrankung erheblich häufiger als bei anderen Personengruppen. Große Unterschiede in der Beratungshäufigkeit mit höheren Werten bei den anderen nicht-onkologischen Patient*innengruppen existieren wiederum vor allem bei den berufsbezogenen Themen. Dies gilt für den Akutbereich ebenso wie für Rehakliniken. Die Ergebnisse haben außerdem gezeigt, dass es deutliche Unterschiede bei den Beratungsinhalten von an Krebs Erkrankten in Reha-Kliniken und Krankenhäusern gibt.

2013 – Einschätzung zur Arbeitssituation der Sozialarbeiter*innen sowie Anforderungen an IT und Entlassmanagement in Kliniken

Im Jahr 2013 hat die DVSG erstmals eine Online-Befragung durchgeführt. Ziel dieser Befragung war es, den praktischen Erfahrungsschatz und die Kompetenz der Sozialen Arbeit bei der Einschätzung der Folgen von gesundheitspolitischer Entscheidungen für die Versorgung von Patient*innen für die Verbandsarbeit nutzbar zu machen. Der Befragungszeitraum war Juli und August 2013. Schwerpunkt der Befragung waren neben Einschätzungen zur Arbeit der DVSG und zum Arbeitsgebiet des Gesundheitswesens die Anforderungen an Informationstechnik zur Unterstützung der Sozialen Arbeit im Bereich Gesundheitswesen sowie an das Entlassmanagement in Akut- und Rehabilitationskliniken.

Einschätzung zur Situation und Perspektive der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen
Entlassungsmanagement in Akutkrankenhäusern und Reha bilitationskliniken: Wo liegen die Unterschiede?