Forum 26

Ambulante Gesundheitszentren und Versorgungsstrukturen: Anknüpfungspunkte für die Soziale Arbeit

Die Entstehung psychischer und psychosomatischer Erkrankungen steht in Wechselwirkung mit sozialen Einflussfaktoren. Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Bandbreite von sozialen Belastungsfaktoren im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen sehr breit gefächert ist. Trotzdem zeigt sich in der ambulanten psychosozialen und psychotherapeutischen Versorgung, dass insbesondere ambulante Psychotherapeut*innen und Fachärzt*innen in ihrer Arbeit mit psychosozial schwer belasteten Personen in der Mehrzahl auf keine sozialtherapeutisch etablierten Konzepte zurückgreifen können.

Drei einander ergänzende Strategien scheinen vor diesem Hintergrund von hoher Relevanz, um sozialen Krisen adäquat zu begegnen:
1. die Sensibilisierung von ambulanten Psychotherapeut*innen und Fachärzt*innen für das Erkennen von ernsthaften sozialen Krisen,
2. die Verbesserung der Versorgungsstrukturen der klinischen Sozialarbeit im ambulanten Bereich und
3. die Weiterentwicklung und Integration von sozialtherapeutischen Konzepten in eine psychosoziale und  psychotherapeutischen  Versorgung, die bereits niederschwellige Angebote umfasst.

Im Forum werden aktuelle Forschungsergebnisse dargestellt sowie aus dem Blickwinkel zweier Expertinnen aus der Praxis zwei ambulante Versorgungsangebote konzeptionell und in der Umsetzung vorgestellt. Welche Perspektiven, Chancen, Herausforderungen und Handlungsbedarfe sich für die Soziale Arbeit in dem Aufgabenportfolio, der Eingebundenheit in das interdisziplinäre Team sowie in die sektorenübergreifende Versorgungsstruktur ergeben wird diskutiert werden.

Mitwirkende

Moderation