Forum 17

Digitale Erreichbarkeit von Zielgruppen: Schwangerschaftsberatung und selbstbestimmte Sexualität

Die Herausforderung und Chancen der Digitalisierung sind durch die Corona-Pandemie deutlich zutage getreten. In diesem Forum werden beispielhaft zwei Projekte für ausgewählte Zielgruppen aus dem Handlungsfeld Schwangerschaftsberatung sowie selbstbestimmte Sexualität zur Diskussion gestellt.

Im Modellprojekt „HeLB-Helfen. Lotsen. Beraten.“ hat donum vitae bereits seit 2019 die Bedarfe versorgungsferner Zielgruppen betrachtet und niederschwellige Zugänge zur Beratung erprobt und implementiert. Die Corona-Krise wirkte in der Umsetzung der Angebote als Katalysator. Die Kontaktbeschränkungen legten die Beratung per Video nahe, um so die psychosoziale Versorgung in der Schwangerschaftsberatung zu sichern. Deutlich wurde in diesem Rahmen, dass die digitale Erreichbarkeit, was Infrastruktur und Sicherheit betrifft, auf strukturelle Herausforderungen stößt.

Das Forschungsprojekt „Reflexion, Wissen, Können – Qualifizierung von Mitarbeitenden und Bewohnerinnen und Bewohnern zur Erweiterung der sexuellen Selbstbestimmung für erwachsene Menschen mit Behinderungen in Wohneinrichtungen (ReWiKs)“ untersucht das vielfach in Wohnangeboten der Eingliederungshilfe tabuisierte und besonders in der Pandemiezeit stark an den Rand gedrängte Thema Sexualität von Menschen mit Behinderungen. Vor diesem Hintergrund werden die Inhalte und Aktivitäten des Projektes zur Erweiterung der sexuellen Selbstbestimmung von Menschen mit Lernschwierigkeiten, insbesondere die Anpassung und Umstellung auf digitale Formate, die daraus resultierenden Chancen und Herausforderungen sowie die Ergebnisse einer bundesweiten Online-Befragung von Mitarbeiter*innen zu den Bedingungen für digitale Teilhabe für Menschen mit Lernschwierigkeiten in Wohneinrichtungen vorgestellt.

Mitwirkende

Moderation