Krebs und Armut

An Krebs erkrankte Menschen sind vor viele Herausforderungen gestellt. Die psychosoziale Lebenssituation der Personen mit ihren Angehörigen ist zwingend in den Blick zu nehmen, auch um den Behandlungserfolg zu sichern, die Lebensqualität zu verbessern und eine Genesung zu ermöglichen. Steigende Ausgaben und sinkende Einnahme im Verlauf einer langandauernden Krebserkrankung bewirken wirtschaftlichen Druck und damit steigen die Existenzängste.

Positionspapier zu Krebs und Armut

Das Haus der Krebs-Selbsthilfe – Bundesverband e. V. und der Deutschen Krebshilfe haben ein Positionspapier zu dem Thema veröffentlich. Am „Tag der Krebs-Selbsthilfe“ wurden Menschen mit Krebserkrankungen und Expert*innen zum Thema eingeladen. Das daraus resultierende Positionspapier wurde im Juni 2020 veröffentlicht. Mit Bezug auf das Bundesteilhabegesetz (BTHG) aus dem Jahr 2016 sowie den 2. Teilhabebericht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales aus dem Jahr 2017 beschreibt dieses Positionspapier die aktuelle Situation im Rahmen einer Bestandsaufnahme, benennt konkrete Probleme und Defizite und stellt darauf basierend Forderungen.

Die Corona-Pandemie stellt das Gesundheits- und Sozialsystem in Deutschland weiterhin vor große Herausforderungen. Betroffen davon sind auch an Krebs erkrankte Menschen. Neben der onkologischen Versorgung verschärft COVID-19 häufig auch die finanzielle Situation der Betroffenen. Kurzarbeit oder sogar der Verlust des Arbeitsplatzes stellen eine zusätzliche Belastung dar. Schon vor der Pandemie stellten die Deutsche Krebshilfe und Krebs-Selbsthilfeorganisationen fest, dass bezüglich der finanziellen Situation von Menschen mit einer Krebserkrankung akuter Handlungsbedarf bestehe. Sie befürchten, dass durch die Corona-Krise das Armutsrisiko weiter ansteigen könnte. In einem gemeinsamen Positionspapier appelieren die Deutsche Krebshilfe und der Bundesverband – Haus der Krebs-Selbsthilfe an Vertreter*innen der Politik und der Sozialversicherungsträger, die finanzielle Situation der an Krebs erkrankten Personen umgehend zu verbessern.

Download der Stellungnahme unter www.krebshilfe.de (Informieren - Presse - Stellungnahmen)