Zukunft der Pflege: Eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen

Eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung fordert der Aachener Diözesan-Caritasdirektor Stephan Jentgens. „Für die Pflege mehr Geld zu investieren darf kein Almosen, sondern muss eine solidarische Verpflichtung sein“, schreibt er in der neuen Ausgabe der Zeitschrift „Caritas in NRW“. Ausdrücklich fordert die Caritas neben der Sicherstellung der Pflegeleistungen in der stationären Altenhilfe auch die Entlastung und Förderung von pflegenden Angehörigen in der häuslichen Pflegesituation.

Die Arbeitsbedingungen für die professionellen Mitarbeiter*innen der ambulanten Pflegedienste müssten sich wesentlich verbessern, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Dafür müssten die Finanzierungsgrundlagen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden werden und nicht nur die Pflegebedürftigen zur Kasse gebeten werden. Jentgens würdigte „wichtige Weichenstellungen“ in der Pflegepolitik im vergangenen Jahr. Er nannte dazu die Personalbemessung, die Verknüpfung von Leistungen der Pflegeversicherung mit der Tarifbindung der Anbieter und den Lösungsansatz für die Eingrenzung der Eigenanteile für Pflegebedürftige in vollstationären Pflegeeinrichtungen. Das beuge Altersarmut vor.

Die aktuelle Ausgabe „Leben im Alter“ der Zeitschrift „Caritas in NRW“ zeigt vielfältige Unterstützungsangebote für alte Menschen, die nicht ins Pflegeheim wollen, und ihre Angehörigen. Die 52-seitige Zeitschrift kann kostenlos angefordert werden: vertrieb@caritas-nrw.de. Die Beiträge sind auch online abrufbar.