Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland gründet neuen Fachbereich Frauen
Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) hat einen Fachbereich Frauen gegründet. Damit möchte die ZWST bedarfs- und zielgruppenorientierte Angebote für Frauen in verschiedenen Lebensphasen schaffen. Ressourcen, Beratung und Unterstützungsformate werden insbesondere zu Themen rund um Gesundheit und Soziales angeboten, außerdem zielt der Bereich darauf ab, eine inklusive und stärkende Umgebung bereitzustellen, die Frauen in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung unterstützt. Des Weiteren sollen auch Fachkräfte jüdischer Gemeinden für frauenspezifische und genderinklusive Themen sensibilisiert und fortgebildet werden. Der neue Fachbereich richtet sich an jüdische Frauen aller Altersgruppen sowie haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen jüdischer Gemeinden.
Bei der Auftaktveranstaltung, die Anfang Juni in Kooperation mit der Synagogen-Gemeinde Köln unter dem Motto „Empowerment, Gleichberechtigung, Gesundheit" stattfand, führte Ricarda Theiss, Leiterin des neuen Fachbereiches, aus: „Inspiriert ist der Fachbereich durch das Wirken von Bertha Pappenheim, die ihr Engagement in der sozialen Arbeit und ihre Initiative für mehr Bildung auch für Frauen vor über 100 Jahren zu einer Grundlage der Aktivitäten der ZWST gemacht hat. Die Gründung eines spezialisierten Fachbereichs ist ein Bekenntnis zur essenziellen Rolle, die Frauen in allen Sphären des Lebens spielen. Der 7. Oktober hat uns schmerzlich vor Augen geführt, wie schnell das Sicherheitsgefühl in unserer Gesellschaft bedroht sein kann. In Zeiten des wachsenden Antisemitismus ist es umso wichtiger, die jüdische Community von innen heraus zu stärken. Es ist mir ein Anliegen, Frauen in den alltäglichen und gesundheitlichen Bereichen zu stärken, auf denen ein besonderes Augenmerk liegt.“