Weltgipfel für Menschen mit Behinderungen endet mit starken Zusagen für weltweite Inklusion

Der dritte Weltgipfel für Menschen mit Behinderungen, der am 2. und 3. April in Berlin stattfand, endete mit konkreten Ergebnissen für weltweit bessere Inklusion. Rund 1,3 Milliarden Menschen – 15 Prozent der Weltbevölkerung – leben weltweit mit Behinderungen. Jetzt sollen auch mindestens 15 Prozent der Entwicklungsprojekte die Inklusion fördern. Das ist der Kern der Amman-Berlin-Erklärung, die von mehr als 80 Staaten und Organisationen auf dem Gipfel verabschiedet wurde. Den Gipfel haben das Bundesentwicklungsministerium für die Bundesregierung, Jordanien und der Welt-Dachverband der Selbstvertretungsorganisationen von Menschen mit Behinderungen gemeinsam ausgerichtet.

Mit rund 4.500 Teilnehmenden aus rund 100 Staaten, viele von ihnen mit Behinderung, kamen deutlich mehr Menschen als zunächst erwartet zu dem Berliner Gipfel. In mehr als 60 Veranstaltungen tauschten sie sich zwei Tage lang darüber aus, wie die in der UN-Behindertenrechtskonvention verbrieften Rechte noch besser verwirklicht werden können. Denn obwohl 192 Staaten der Konvention angehören, ist die Welt noch lange nicht am Ziel. Zusätzliche Anstrengungen sind weltweit notwendig, damit Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt teilhaben können.

Im Rahmen des Gipfels wurden zudem mehr als 800 Zusagen für mehr Inklusion und Barrierefreiheit in aller Welt eingereicht – von kleineren Einzelprojekten bis hin zu größeren systemischen Veränderungen. So haben sich beispielsweise Deutschland und die Afrikanische Union darauf verständigt, gemeinsam Selbstvertretungsorganisationen von Menschen mit Behinderungen auf dem afrikanischen Kontinent zu stärken und dabei insbesondere junge Menschen und Frauen einzubeziehen. Das multilaterale Bildungsprogramm „Education Cannot Wait“ wird gemeinsam mit dem Bundesentwicklungsministerium, Großbritannien, dem Welt-Dachverband von Menschen mit Behinderungen sowie der „Girls´ Education Challenge“ bis 2028 die Datenverfügbarkeit sowie die Rechenschaftslegung zu inklusiver Bildung von Kindern verbessern, die in lange anhaltenden Krisensituationen leben. Im Ko-Gastgeberland Jordanien hat der private Betreiber der „Ahliyyah und Mutran Schule“ erklärt, rund 4,8 Millionen Euro zu investieren, um den Unterricht inklusiv zu gestalten, beispielsweise über die Anschaffung von Schulmaterial, das von Grund auf so entworfen wird, dass es von Kindern mit und ohne Behinderungen gleichermaßen genutzt werden kann. All diese Zusagen werden nach dem Gipfel veröffentlicht, so dass ihre Umsetzung transparent nachverfolgt werden kann.

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