Versorgungskonzept „Gesundheitskiosk” gewinnt an Bedeutung
Der Gesundheitskiosk in den Hamburger Stadtteilen Billstedt und Horn soll Teil der Regelversorgung werden — so lautet die Empfehlung des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) auf Grundlage der Projektergebnisse. Der Gesundheitskiosk in den Hamburger Stadtteilen Billsted und Horn wurde 2017 mit dem Ziel gegründet, eine niedrigschwellige Anlaufstelle für sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu implementieren. Er stellt als Zentrum eines regionalen, integrierten Gesundheitsnetzwerks mit Fokus auf Prävention, Gesundheitsförderung und -versorgung die organisatorische Schnittstelle zwischen der medizinischen Versorgung und dem Sozialraum dar. Bürger*innen erhalten im Gesundheitskiosk
- qualifizierte und mehrsprachige Beratung in sozialen und medizinischen Fragen
- Schulungen zu Gesundheitsthemen und
- passgenaue Unterstützungsangebote des Sozial- und Gesundheitswesens
Die Ergebnisse des Projekts „INVEST Billstedt/Horn — Hamburg Billstedt/Horn als Prototyp für eine integrierte gesundheitliche Vollversorgung in deprivierten großstädtischen Regionen”, aus dem der Gesundheitskiosk hervorgegangen ist, zeigen das Potenzial des Gesundheitskiosk-Ansatzes, die Gesundheitsversorgung in sozial benachteiligten Stadtteilen und Kommunen zu ergänzen. Aus diesem Grund hat sich der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) dafür ausgesprochen, die Ergebnisse aus der neuen Versorgungsform in die Regelversorgung zu übernehmen.(Erklärung des G-BA ).