Queer Professionals: Ergebnisse einer Studie zu queeren Fachkräften in der Kinder- und Jugendhilfe

Lesbische, schwule, bi- und pansexuelle sowie trans*, inter* und non-binäre (queere) Fachkräfte der Sozialen Arbeit erleben in ihrer (Berufs-)Biografie häufig Prozesse der Abwertung und Ausgrenzung, ähnlich wie ihre queeren Adressat*innen. Diese Erfahrungen gilt es zu bewältigen, wodurch sie wiederum Kompetenzen und Resilienz aufbauen. Gleichzeitig unterstützen und begleiten diese Fachkräfte ihre Adressat*innen bei der Bewältigung dieser und anderer Erfahrungen in unterschiedlichen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit. Wie solche (berufs-)biografischen Erfahrungen möglicherweise in das sozialpädagogische professionelle Handeln einfließen können und wie queere Fachkräfte mit Diskriminierung und Stigmatisierung umgehen – auch mit Blick auf mögliche notwendige Veränderungen in Organisationen der Sozialen Arbeit – haben Prof. Dr. Davina Höblich und Steffen Baer vom Fachbereich Sozialwesen der Hochschule RheinMain (HSRM) erforscht. Das Projekt „Queer Professionals – Professionalität zwischen ‚queerer Expert*in‘ und ‚Andere*r‘ in der Sozialen Arbeit (Queer-Prof)“ (Laufzeit 01.06.2020 bis 31.03.2022) wurde aus Mitteln des Hessischen Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt (APAV) gefördert.

Erkenntnisse liegen hierbei auf mehreren Ebenen vor:

  • Ausbildung künftiger Fachkräfte Sozialer Arbeit: Die Erkenntnisse des Projektes flossen und fließen unmittelbar in die Ausbildung der Fachkräfte Sozialer Arbeit in den Bachelor- und Master-Studiengängen der Hochschule RheinMain ein
  • Fort- und Weiterbildung für bereits in der Sozialen Arbeit tätige Fachkräfte: Es wurden Empfehlungen zu Bedarfen und Inhalten der Fort- und Weiterbildung erarbeitet.
  • Sozialpolitik und Strukturen: Es werden Handlungsempfehlungen für sozialpolitische Maßnahmen der wohlfahrtsstaatlichen politischen Akteur*innen sowie Träger*innen der Sozialen Arbeit (Landesjugendamt, Landesgesund-heitsämter, Pflegekassen etc.) gegeben.

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