Qualitätssicherungsverfahren Entlassmanagement: Abschlussbericht zur Weiterentwicklung
Das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) wurde auf Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) mit der Weiterentwicklung des Konzepts zum QS-Verfahren Entlassmanagement und der Umsetzungsvorschläge beauftragt. Ziel der Beauftragung war es, das Aufwand-Nutzen-Verhältnis des QS-Verfahrens noch vor der Umsetzung im Regelbetrieb zu verbessern und die Funktionalität des Verfahrens von Beginn an zu sichern. Ende letzten Jahres wurde der Abschlussbericht „Weiterentwicklung des Konzepts und der Umsetzungsvorschläge für das Qualitätssicherungsverfahren Entlassmanagement“ fristgerecht dem G-BA übergeben und danach in den Gremien über die Veröffentlichung des Berichtes beraten. Mittlerweile liegt die Freigabe zur Veröffentlichung des Abschlussberichts vor. Eine inhaltliche Beratung der IQTIG-Empfehlungen aus diesem Bericht und Beschlüsse dazu stehen noch aus.
Für die Fallauslösung im QS-Verfahren hat das IQTIG Kriterien definiert, die die heterogene Zielpopulation des Entlassmanagements abbilden können und auf Grundlage von fallbegleitend nutzbaren Daten im Krankenhausinformationssystem operationalisierbar sind. Die Inhalte der Indikatoren der fallbezogenen QS-Dokumentation wurden in die Instrumente der einrichtungsbezogenen QS-Dokumentation und Patientenbefragung überführt, sodass auf eine fallbezogene QS-Dokumentation verzichtet werden kann.
Das QS-Verfahren umfasst nach Weiterentwicklung damit zwei Erfassungsinstrumente (einrichtungsbezogene QS-Dokumentation und Patientenbefragung) mit zwei bzw. zwölf Indikatoren. Für eine einheitliche und einrichtungsübergreifende Bewertung der Indikatorergebnisse empfiehlt das IQTIG im Bericht ein dreistufiges Vorgehen mit indikatorspezifischen Leitfragen und Vorschlägen für qualitätsfördernde Maßnahmen. Darüber hinaus hat das IQTIG ein eigenständiges Instrument (externes QS-Audit) entwickelt, das ergänzend neben den Indikatoren der QS-Dokumentation und der Patientenbefragung eingesetzt werden kann und auf die Identifikation von Verbesserungspotenzialen und die Ableitung von Maßnahmen der Qualitätsförderung ausgerichtet ist. Das IQTIG empfiehlt, das QS-Verfahren nach dieser Weiterentwicklung mit der Patientenbefragung und der einrichtungsbezogenen QS-Dokumentation zu starten.