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Psychische Gesundheit im Betrieb: Trendstudie zeigt Handlungsbedarf

Das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) hat Ergebnisse einer Trendstudie zur psychischen Gesundheit im Betrieb veröffentlicht. Die Studie zeigt: Während die große Mehrheit der Unternehmen gesetzliche Anforderungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz erfüllt, wünschen sich viele Betriebe zusätzliche Unterstützung im Umgang mit psychischer Gesundheit. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen benötigen niedrigschwellige, praxisnahe Angebote.

Die wichtigsten Aussagen:

  • Für die befragten Betriebe stellen psychische Störungen ein relevantes Thema dar. Die über wiegende Mehrheit berichtet zudem, den Eindruck zu haben bzw. auf Grundlage vorliegender Daten zu wissen, dass psychische Störungen zugenommen haben. Auch wenn dieser Eindruck statistisch nicht belegt ist, weisen diese Ergebnisse auf eine erhöhte Sensibilisierung der befragten Betriebe hin. Die Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung psychischer Gesundheit und den Stellenwert betrieblicher Präventionsarbeit.
  • Ein Bedarf an Unterstützungsleistungen ist klar erkennbar und wurde durch konkrete inhaltliche Nennungen untermauert. Diese Angaben können als Grundlage für Institutionen wie Arbeitgeberverbände, Berufsgenossenschaften, Gewerkschaften oder Krankenversicherungen dienen, um Betriebe bedarfsgerecht zu unterstützen.
  • Hinsichtlich der gesetzlichen Anforderungen zeigen sich die befragten Betriebe insgesamt gut aufgestellt. Unabhängig von der Betriebsgröße wird die Gefährdungsbeurteilung zu 91 % durchgeführt, und psychische Belastungsfaktoren werden im Durchschnitt zu etwa 73 % erfasst. Auch Gespräche im Rahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) finden mehrheitlich statt.

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