Prävention von Pflegebedürftigkeit
Wie lässt sich Pflegebedürftigkeit verhindern, verzögern oder sogar rückgängig machen? Zu diesem Thema führte das IGES Institut, Berlin, im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) drei Fachgespräche mit Vertreter*innen aus Praxis, Wissenschaft und Politik durch. Ansätze, die Pflegebedürftigkeit verhindern, verzögern oder rückgängig machen können, sind solche der Gesundheitsförderung und Prävention, die sich an alle Menschen mit einem guten Gesundheitsstatus ab einem bestimmten Alter richten. Eine zweite Gruppe von Ansätzen richtet sich an Menschen mit ersten Risiken eines Selbstständigkeitsverlustes. Die dritte Gruppe von Ansätzen richtet sich an bereits pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige.
Aus den Inhalten der Fachgespräche hat IGES ein Rahmenkonzept Pflegeprävention abgeleitet. Dieses beschreibt und kategorisiert die Aufgaben, die für eine systematische Prävention von Pflegebedürftigkeit bearbeitet werden sollten und gibt jeweils an, welche Akteur*innen dafür in erster Linie zuständig sein sollten.