Polizeilich erfasste Gewalt gegen Frauen nimmt weiter zu

Wie das heute veröffentlichte Bundeslagebild "Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten 2024" verdeutlicht, stiegen die polizeilich erfassten Zahlen zu weiblichen Opfern in fast allen betrachteten Deliktsgruppen weiter an. Das Lagebild enthält Daten über Straftaten, die von Vorurteilen gegen Frauen sind, sowie Zahlen zu Delikten, die überwiegend zum Nachteil von Frauen begangen werden. Das Hauptziel dieses Lagebildes besteht darin, eine zuverlässige und aussagekräftige Datenbasis über polizeilich registrierte geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen bereitzustellen und so einen Beitrag zur Kriminalitätsbekämpfung und Prävention zu leisten. Zentrale Erkenntnisse für das Jahr 2024 sind: 

  • Im Bereich der Politisch Motivierten Kriminalität wurden durch die Polizei im vergangenen Jahr 558 frauenfeindliche Straftaten registriert, was einem Anstieg von 73,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
  • Bei Sexualstraftaten wurden 53.451 weibliche Opfer in der PKS erfasst, eine Zunahme um 2,1 Prozent im Vergleich zum Jahr 2023.
  • Im Deliktsfeld der Häuslichen Gewalt wurden 187.128 weibliche Opfer erfasst – 3,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
  • In der Fallgruppe Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung wurden 593 weibliche Opfer registriert, 0,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
  • Von digitaler Gewalt waren 18.224 Frauen betroffen, 6,0 Prozent mehr als im Jahr 2023.
  • 308 Tötungsdelikte an Frauen im Kontext von Partnerschaftsgewalt wurden von der Polizei registriert, 32 weniger als im Jahr zuvor (-9,4 Prozent).

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