Positionspapier "Armut macht krank, Krankheit macht arm"
Die Nationale Armutskonferenz ruft die Abgeordneten des 21. Deutschen Bundestages zu einer aktiven Politik der Armutsbekämpfung auf. Es gilt, die aktuell bestehende Kausalität „Armut macht krank, Krankheit macht arm“ endlich aufzulösen. Dazu sind konkrete Handlungen in unterschiedlichen Bereichen der Gesundheitsvorsorge und -versorgung für armutsgefährdete und -betroffene Menschen notwendig. In einem Positionspapier werden Forderungen zu den Themenbereichen "Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Kindergesundheit und Überwindung von Armut in Familien, Gesundheit wohnungsloser Menschen sowie Suizidprävention" formuliert. Mit diesen Forderungen werden die Vorschläge der Nationalen Armutskonferenz aus dem „Schattenbericht: Armut in Deutschland“ vom Januar 2025 ergänzt und konkretisiert.
Allen Forderungen ist gemein, dass dezentrale Versorgungsstrukturen – vor Ort unter anderem in Landkreisen, Städten und Gemeinden – erhalten und, wo sie fehlen, aufgebaut werden müssen. Diese müssen insbesondere Versorgungsangebote für Menschen ohne Krankenversicherungsstatus und/oder mit geringen finanziellen Mitteln berücksichtigen. Zur Umsetzung dezentraler und mobiler Angebote sollen Soziale Träger und Wohlfahrtsverbände, die Kassenärztlichen Vereinigungen und Ärztekammern eingebunden werden. Wesentlich ist, dass zur medizinischen Versorgung auch ein Case Management angeboten wird.
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