Krankenhausreport 2025

Das Schwerpunktthema des diesjährigen Krankenhausreports ist die Versorgung Hochbetagter. Danach hat sich der Anteil der Menschen über 80 Jahren an allen Krankenhausfällen in den letzten knapp 20 Jahren stark erhöht. Hochaltrige Personen bringen massive Herausforderungen für  Krankenhäuser mit sich: Oftmals liegen mehrere Erkrankungen gleichzeitig vor, deren Auswirkungen häufig besonders hohe Bedarfe für medizinische, pflegerische sowie psychosoziale Versorgung verursachen. Es besteht ein enormes Risiko für Komplikationen, Versorgungslücken und -brüche. Dysfunktionale Versorgungsschnittstellen zwischen den Sektoren und Drehtüreffekte mit gehäuften und vermeidbaren Krankenhausaufenthalten werden konstatiert. Das hat vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, des demografischen Wandel und bestehender Probleme im Entlassmanagement sowie in der pflegerischen Versorgung drastische Auswirkung. 

Im Ergebnis wird benannt, dass Allgemeinkrankenhäuser derzeit eine defizitäre psychosoziale Versorgung für Hochbetagte aufweisen. Daher seien verbesserte Versorgungsstrukturen erforderlich, um eine angemessene Behandlung und Versorgung von hochaltrigen Menschen zu gewährleisten, eine Überforderung der Kliniken und eine massive Ausgabensteigerung zu vermeiden. Künftig müsse der steigenden Anzahl von Krankenhausaufenthalten durch geeignete Leistungen begegnet werden. 

Welche Strukturen werden benötigt? Welche Angebote sind geeignet und wie sollen diese finanziert werden? Der Handlungsbedarf besteht auf unterschiedlichen Ebenen und erfordert unterschiedliche Maßnahmen. Es braucht unter anderem eine Stärkung der vor- und nachklinischen Versorgung, des Entlassmanagements in Krankenhäusern und eine sektorenverbindende Gestaltung der Leistungen und Prozesse. 

Aufgrund dieser Ergebnisse des Krankhausreports 2025 ist aus Sicht der DVSG eine Stärkung der Kliniksozialdienste mit erweiterten Kompetenzen und Verantwortlichkeiten ein wichtiger Baustein zur Verbesserung. Sozialarbeiter*innen sollten in jedem Allgemeinkrankenhaus sowie in spezifischen geriatrischen Angeboten ein fester Bestandteil im multiprofessionellen Team sein. Dies würde für Hochbetagte unmittelbar zu einer verbesserten psychosozialen Beratung und Begleitung, einem leichteren Zugang zu Rehabilitations- und Pflegeleistungen sowie einer optimierten nachstationären Versorgung führen. Auch mit Blick auf aktuelle Krankenhausreform sind beispielsweise in den Leistungsgruppen dringend Nachbesserungen geboten, um eine leitliniengerechte Behandlung mit Berücksichtigung der psychosozialen Bedarfe zu gewährleisten. 

Der Krankhausreport 2025 steht als Open-Access-Buch zur Verfügung