Karte zur Anmeldung in Krankenhaus und Arztpraxis bei einer vertraulichen Geburt

Beratungsstellen für schwangere Frauen machen immer wieder die Erfahrung, dass eine Frau, die vertraulich gebären will, sich im Krankenhaus, bei einer gynäkologischen Praxis oder auch im Kontakt mit dem Rettungsdienst anmelden oder ausweisen muss. Wenn in der Anmeldesituation nachdrücklich nach einer Krankenkassenkarte verlangt wird, sind viele Frauen verunsichert. Selbstverständlich müssen die medizinischen Fachkräfte klären, dass die Geburt oder die medizinische Behandlung finanziert werden. Vertrauliche Geburten sind zudem nicht so häufig, und nicht jede*r ist mit dem Vorgang vertraut. Diese intime Information weiterzugeben, ist für die betroffene Frau belastend. Nicht selten kommt es dann vor, dass die Krankenkassenkarte doch überreicht wird.

Um Frauen, die vertraulich gebären wollen, zu entlasten und zu schützen, hat der Bundesverband von donum vitae e.V. eine Karte im Kreditkartenformat entwickelt, die bei der Anmeldung in der Klinik oder bei der Frauenärzt*in oder auch im Kontakt mit Mitarbeiter*innen im Rettungsdienst anstelle einer Krankenkassenkarte überreicht werden kann. Auf der Karte können das Pseudonym der schwangeren Frau sowie der Kontakt der begleitenden Berater*in vermerkt werden. Als weitere Hilfestellung ist die Nummer des Hilfetelefons „Beratung & Geburt vertraulich“ auf der Karte abgedruckt. Rettungsdienste, Kliniken oder Arztpraxen können dort auch die Abrechnungsmodalitäten erfragen.

Informationen vin donnum vitae e.v. zur vertraulichen Geburt und zur Karte "Vertrauliche Geburt"

Internetportal des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur vertraulichen Geburt