Junger Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit ruft Politik zum Handeln auf

Der Junge DBSH hat in einer Stellungnahme angemahnt, dass in Zeiten einer wachsenden sozialen Spaltung es von entscheidender Bedeutung sei, dass Politiker*innen die prekären Bedingungen die von Sozialarbeitenden und die ihrer Zielgruppen hören, anerkennen und dementsprechend handeln. Soziale Arbeit spiele eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Durch die tägliche Arbeit sehen Sozialarbeiter*innen die Nöte, Sorgen und Bedürfnisse der Menschen, die sie begleiten und unterstützen. Sie sind diejenigen, die den direkten Kontakt zu den Betroffenen haben und einen Einblick in die reale Lebenswelt vieler Menschen besitzen. Es ist unerlässlich, dass Politiker*innen dieses Fachwissen und die Erfahrungen der Adressat*innen im Hilfesystem sowie die Expertise von Sozialarbeiter*innen anerkennen, um diese als Unterstützung zu Verbesserungen in genau diesem Hilfesystem zu nutzen.

Nach den letzten Jahren der Krisen und erheblichen Mehrbelastungen ohne Veränderungen, die entlasten, in der viele Klient*innen und vor allem junge Menschen sich allein gelassen und von der Politik übersehen fühlten, benötigten sie Angebote Sozialer Arbeit mehr denn je. Diese Mehrbelastung durch höhere Bedarfe, Personalmangel und Etatkürzungen steigt für Sozialarbeitende seit Jahren.

Der Junge DBSH fordert daher: "Die Politik und Gesellschaft brauchen konkrete Perspektiven von Betroffenen, wenn wir über soziale Notlagen sprechen. Um unserer Verantwortung als Sozialarbeitende gerecht zu werden, benötigen wir endlich Unterstützung, Verständnis und konkrete Lösungen von politischer Seite. Wir appellieren daher an die politischen Entscheidungsträger, die Lebensrealität der Zielgruppen der Sozialen Arbeit ernst zu nehmen und Sozialarbeiter*innen als unverzichtbare Akteur*innen in diesem Prozess anzuerkennen. Uns weiterhin nicht anzuhören wäre fatal und bürger*innen fern."

Die Positionierung ist online unter der Seite "Junger DBSH"