Gewalt und verletzendes Verhalten in der Sozialen Arbeit: Projektwebsite online
Wie verbreitet ist verletzendes Verhalten in Einrichtungen der Sozialen Arbeit – und was hat das mit den Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu tun? Diesen Fragen geht das Forschungsprojekt “Arbeitsbedingungen und verletzendes Verhalten im Alltag der Sozialen Arbeit (AVASA)” nach. Die Ergebnisse aus der quantitativen Befragung von über 6.000 Beschäftigten in unterschiedlichen Arbeitsfeldern – darunter Kindertagesstätten, Kindertagespflege, Offene Kinder- und Jugendarbeit, Wohnungslosenhilfe, Jugendämter, Soziale Arbeit bei Behinderung, Suchthilfe, Sozialer Arbeit in Schulen (Schulbegleitung, Schulsozialarbeit und Ganztag) und stationärer Jugendhilfe – stehen nun gebündelt auf einer neuen Projektwebseite zur Verfügung.
Die Daten zeigen: Gewalt ist in vielen Einrichtungen der Sozialen Arbeit kein Einzelfall, sondern Teil struktureller Dynamiken. Überlastung, fehlende Beteiligungsmöglichkeiten und mangelhafte Schutzkonzepte verstärken das Risiko verletzenden Verhaltens. Besonders alarmierend ist, dass sich in den Ergebnissen auch Anzeichen einer „neuen Kälte“ zeigen. Diese beschreibt eine Haltung, in der Verletzungen und Gewalt als unvermeidbar hingenommen werden, während strukturelle Probleme wie Personalmangel und Überlastung verdrängt, rationalisiert oder individualisiert werden.
Die Website bietet durch die Hinweise auf Publikationen und Vorträge:
- Einblicke in die empirischen Ergebnisse der einzelnen Arbeitsfelder
- Vergleiche zwischen den Feldern
- eine aktuelle Übersicht zu neuen Publikationen, Veranstaltungen in der eigenen Wohnortnähe und Hintergrundinformationen
- Impulse für Fachpraxis, Politik und Ausbildung