Gesundheit gerecht gestalten: Berliner Gesundheitspreis 2023 würdigt Engagement für Gesundheit und Soziales
Einkommen, Wohnen, Bildung, Arbeitsbedingungen und Infrastruktur am Wohnort: Diese Faktoren haben entscheidenden Einfluss darauf, wie gesund Menschen sind. Der Berliner Gesundheitspreis 2023 „Gesundheit gerecht gestalten“ zeichnet deshalb Projekte aus, die gesundheitliche Versorgung mit sozialer Unterstützung vernetzten und nachhaltige Lösungen in der Praxis umsetzen. Der mit 50.000 Euro dotierte, bundesweite Innovationspreis wird vom AOK-Bundesverband und der Ärztekammer Berlin vergeben.
Noch immer sind Gesundheitschancen in Deutschland ungleich verteilt. Zu den Gründen gehören unter anderem geringe formale Bildung, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, relative Einkommensarmut sowie die Wohnsituation in sozial benachteiligten Regionen oder Stadteilen. Studien belegen, dass Menschen in prekären Lebensumständen auch gesundheitlich stärker belastet sind. Sie sind häufiger und länger krank, leben ungesünder und finden sich weniger gut im Gesundheitssystem zurecht. Der Berliner Gesundheitspreis 2023 will daher bundesweit Projekte sichtbar machen, die zeigen, dass es möglich ist, allen Menschen das Recht auf gleiche Gesundheitschancen und gesundheitsförderliche Lebensgrundlagen zu ermöglichen. Denn gute Lebensverhältnisse und Chancengleichheit sind die Grundvoraussetzung für eine gerechtere Gesundheit und ein gelingendes Leben.
Ausgezeichnet wurden die Projekte "Open med München/Ärzte der Welt", "Stadtteilgesundheitszentren Berlin und Hamburg", "Sozialberatung in Arztpraxen in Berlin-Lichtenberg" und "SGB-übergreifende familienorientierte Versorgung für von psychischen- und Suchterkrankungen betroffenen Familien".