Förderpreis für Projekte guter Praxis in der Sozialpsychiatrie

Die Stiftung für Soziale Psychiatrie verleiht 2023 zum achten Mal den Förderpreis für Projekte guter Praxis in der Gemeindepsychiatrie, die beispielhaft sind für nachhaltige Modelle der psychiatrischen Versorgung. Die eingereichten Projektpräsentationen sollten einige der folgenden Schwerpunkte berücksichtigen:

  • Sie sind modellhaft in ihrer Bedeutung für die Weiterentwicklung der sozialpsychiatrischen Praxis und beschreiben Initiativen, die in fachpolitische Programme aufgenommen werden könnten, auch quer zur Regelfinanzierung, z.B. Hilfen, die zur Normalisierung im Lebensumfeld und zur Sozialraumorientierung beitragen (möglichst also keine spezialisierten Angebote nach "Diagnosen")
  • Sie praktizieren die trialogische Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Menschen mit eigener Psychiatrie-Erfahrung, Angehörigen und professionellen Mitarbeiter*innen unter Einbeziehung von z.B. Peer-Begleiter*innen, Bürgerhelfer*innen
  • Sie fördern sozialpsychiatrisches Handeln an Schnittstellen, d.h. die Zusammenarbeit mit Bereichen wie Jugendhilfe, Bewährungshilfe, Suchthilfe, Forensik, Sozialdienste, Wohnungslosenhilfe
  • Die Projekte zielen auf jene Gruppen, die sonst nur schwer und oft gar keine Hilfe in dem vorhandenen Versorgungssystem finden

Der Stiftungspreis ist mit 2.500 Euro dotiert. Er versteht sich als eine Auszeichnung und Anerkennung der in den Projekten aktiven Menschen. Alle eingereichten Projektideen werden auf der Website der Stiftung in einer Kurzfassung veröffentlicht. Fristende für die Einreichung der Projektbeschreibungen ist der 23. Dezember 2022.

Weitere Informationen