Einsamkeitsbaromenter 2025: Einsamkeitsfokusanalyse zu LSBTIQ* Personen
Ein wichtiger Baustein der Strategie der Bundesregierung gegen Einsamkeit ist die wiederkehrende Erhebung und Veröffentlichung von validen Zahlen und Fakten zu Einsamkeit in Deutschland. Der Einsamkeitsbarometer 2025 wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom Kompetenznetz Einsamkeit, angesiedelt am Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V., erstellt.
Mit dem vorliegenden „Einsamkeitsbarometer 2025“ erfolgt eine Einsamkeitsfokusanalyse. Es ist die erste umfassende Analyse des Einsamkeitserlebens lesbischer, schwuler, bisexueller, trans- und intergeschlechtlicher sowie queerer Menschen (LSBTIQ*-Personen). Die Analyse wurde auf Grundlage des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP – jährliche repräsentative Wiederholungsbefragung von Privathaushalten), sowie mit Daten der Studie LGBielefeld aufbereitet.
Der Bericht zeigt: LSBTIQ*-Personen stellen eine Gruppe mit erhöhter Vulnerabilität für Einsamkeitsbelastungen dar. Dabei gibt es innerhalb der Gruppe der LSBTIQ*-Personen Unterschiede in den Einsamkeitsbelastungen. Menschen mit Diskriminierungserfahrung fühlen sich häufiger einsam als Menschen, die keine Diskriminierung erleben. Auf LSBTIQ*-Personen trifft das in besonderem Maße zu. Für das Entgegenwirken benötigt es verschiedene Akteur*innen in unterschiedlichen Bereichen. Dazu gehören auch der Ausbau der Wissensbasis zu Lebensumständen der Zielgruppe, Maßnahmen zur Bekämpfung von Diskriminierung sowie die Schaffung und Stärkung spezifischer Unterstützungsstrukturen und Präventionsmaßnahmen