DRV-Bund veröffentlicht Praxisempfehlungen für die Soziale Arbeit in der medizinischen Rehabilitation

Die Deutsche Rentenversicherung Bund hat aktuell die Praxisempfehlungen für die Soziale Arbeit in der medizinischen Rehabilitation veröffentlicht. Die Soziale Arbeit ist integraler Bestandteil des Behandlungsprozesses bei medizinischen Teilhabeleistungen der Deutschen Rentenversicherung. Sie fördert und unterstützt umfassend die Teilhabe ihrer Klient*innen am beruflichen und gesellschaftlichen Leben. Sozialdienste in Rehabilitationseinrichtungen erarbeiten mit den Rehabilitand*innen individuelle Perspektiven zur Bewältigung der Folgen von Krankheit und Behinderung sowie zur Teilhabe. Zentrale Aufgaben sind die Identifizierung und Klärung von Bedarfslagen und Kontextfaktoren beruflicher, sozialer, wirtschaftlicher und psychosozialer Art. Die Praxisempfehlungen sollen Mitarbeitenden der Sozialen Arbeit in der medizinischen Rehabilitation Handlungsanleitungen bieten, um Rehabilitand*innen bei vorliegenden Problemlagen beraten und unterstützen zu können. Die Praxisempfehlungen Soziale Arbeit beziehen sich auf sämtliche Indikationsbereiche der medizinischen Rehabilitation der DRV mit Ausnahme von der Rehabilitation bei Abhängigkeitserkrankungen sowie der Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen, da in diesen Bereichen besondere Rahmenbedingungen gegeben sind.

Die Praxisempfehlungen wurden in einem mehrstufigen, systematischen Verfahren entwickelt und konsentiert. Anhand einer systematischen Literaturrecherche wurden Publikationen zu Leistungen der Sozialen Arbeit gesichtet, und es wurde eine bundesweite Bestandserhebung über die Arbeit der Sozialdienste in den von der DRV federführend belegten Rehabilitationseinrichtungen (stationär, ambulant) durchgeführt. Die auf dieser Grundlage entwickelte Entwurfsfassung der Praxisempfehlungen wurde in zwei Expertenworkshops und zahlreichen Einzelgesprächen mit Fachleuten aus Praxis, Forschung und Verwaltung weiterbearbeitet und konsentiert. Die DVSG war an diesem Prozess beteiligt.

Zum Download der Praxisempfehlungen