Bericht zum Beteiligungsprozess „Dialog KlimaAnpassung“: Beteiligung zeigt Wirkung

Der „Dialog KlimaAnpassung“ beteiligte Bürger*innen und Stakeholder an der Entwicklung der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel 2024. Insgesamt 376 Fachleute aus 212 Organisationen, 330 zufällig ausgewählte Bürger*innen aus fünf Regionen und knapp 2.000 onlineteilnehmende Bürger*innen trugen ihre Perspektiven bei. Wie sich zentrale Beteiligungsergebnisse in der Strategie widerspiegeln und welche zusätzlichen Themen eingebracht wurden, zeigt ein neuer Bericht. 

Die Beteiligten forderten u. a. verstärkt naturbasierte Lösungen, eine besondere Beachtung vulnerabler Gruppen, mehr Bildungsangebote und eine bürokratiearme Umsetzung. Die Rückmeldungen aus der Beteiligung machen klar: Klimaanpassung ist nicht nur eine ökologische, sondern vor allem eine soziale Aufgabe. Viele Teilnehmende fordern, dass Schutzbedarfe vulnerabler Gruppen systematisch in kommunale Planungen, Hitzeaktionspläne und Krisenvorsorge integriert werden. Dazu gehören niedrigschwellige Warnsysteme, kühle Rückzugsorte im Quartier, barrierefreie Informationsangebote und eine stärkere Verzahnung von Gesundheits-, Sozial- und Umweltpolitik.

Viele Empfehlungen sind unmittelbar in die Deutsche Klimaanpassungsstrategie 2024 eingeflossen, darunter neue Aktionsfelder wie Arbeitsschutz und Sport sowie ein stärkerer Fokus auf soziale Gerechtigkeit. Die darin enthaltene Vision für ein klimaresilientes Deutschland 2060 basiert auf den Empfehlungen der beteiligten Bürger*innen. 

Die nun vorliegende Evaluation zum Beteiligungsprozess zeigt, dass die Beteiligungsformate positiv bewertet wurden und Wissen, Motivation und Vertrauen der Teilnehmenden steigerten. Drei Viertel der beteiligten Bürger*innen zeigten sich motiviert für eine weitere Beteiligung. Fazit des Prozesses: Beteiligung braucht ausreichend Zeit und transparente Kommunikation. Zukünftig sollten verstärkt unterrepräsentierte Gruppen eingebunden werden.