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Beitrag: Wenn Menschen mit Behinderungen zum (Kosten)Problem gemacht werden

Im Beitrag „Wenn Menschen mit Behinderungen zum (Kosten)Problem gemacht werden“ bezieht die Arbeitsgruppe Recht und Politik in der Rehabilitation der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften Stellung zur aktuellen Debatte um Leistungen der Eingliederungshilfe.

Die Arbeitsgruppe kritisiert, dass die gegenwärtige Diskussion Teilhabeansprüche von Menschen mit Behinderungen v. a. unter fiskalischen Gesichtspunkten verhandelt und damit auf ein vermeintliches „Kostenproblem“ verengt. Zudem sei die Debatte zunehmend von sprachlichen Entgleisungen aktueller wie ehemaliger politischer Verantwortungsträgerinnen und -träger geprägt.

In ihrer Stellungnahme setzt sich die AG mit zentralen Argumentationsmustern der aktuellen Diskussion auseinander, ordnet diese rechtlich und sozialpolitisch ein und entkräftet problematische Verkürzungen. Dabei macht sie deutlich: Leistungen der Eingliederungshilfe sind Ausdruck eines menschenrechtlich fundierten Teilhabeanspruchs. Menschen mit Behinderungen wegen kommunaler Haushaltslöcher Teilhabeleistungen kürzen zu wollen, verkenne Ursache und Wirkung der Kostendynamik und schiebe die Verursachung vermeintlich hoher Kosten in unsachgemäßer Weise den Menschen mit Behinderungen zu.

Der Beitrag erscheint in Kürze in Ausgabe 1/2026 der Zeitschrift RP Reha und wurde vorab veröffentlicht im Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht