Aus Krisen lernen: Drei Strategien zur erfolgreichen Bewältigung der Coronapandemie
Inmitten der Coronapandemie erreichte die Lebenszufriedenheit in Deutschland einen Tiefpunkt: Kontaktbeschränkungen, gesundheitliche Ängste und wirtschaftliche Risiken verunsicherten viele Menschen. Mittlerweile hat sich die Stimmung wieder gebessert. Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) hat in einer Untersuchung mit neuen Daten der familiendemografischen Studie FReDA die Lebenszufriedenheit während der Pandemie untersucht und dabei drei Strategien gefunden, die bei der Bewältigung der Krise geholfen haben. Dazu gehören: Gute Beziehungen in der Familie, finanzielle Sicherheit und die Fähigkeit zu Optimismus.
Familie zu haben, und dabei vor allem eine gute Beziehungsqualität in der Partnerschaft und zu den Kindern, war in der Pandemie zentral für das Wohlbefinden. Familienpolitik ist in Krisenzeiten besonders wichtig. Dies umfasst verlässliche, ganztägige Kita- und Schulbetreuung, niederschwellige psychosoziale Beratungsangebote für Kinder und Jugendliche sowie familienfreundlichere Arbeitsplätze.
Etwa ein Drittel der Menschen im mittleren Alter hatte ernsthafte finanzielle Sorgen in der Pandemie, was mit einer niedrigeren Lebenszufriedenheit verbunden war. Politische Maßnahmen wie Kurzarbeit (oder bei der Energiekrise die Gaspreisbremse), die finanzielle Risiken schnell abfedern, sind hier hilfreich.
Die Fähigkeit, auch in Krisen positive Seiten zu sehen, hängt eng mit einer höheren Lebenszufriedenheit zusammen. Eine Prise Optimismus und ein Blick auf andere Lebensaspekte können in Krisen zu Resilienz beitragen. Politik sollte die Chancen, die sich aus Krisen ergeben, angehen und unterstützende Maßnahmen breit kommunizieren.