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70 Jahre ARGE Krebs: Jubiläumssymposium blickt auf die Zukunft der Krebsversorgung

Wie verändert der medizinische Fortschritt die Versorgung von Menschen mit und nach einer Krebserkrankung? Welche Anforderungen ergeben sich daraus für Rehabilitation und Nachsorge? Und wie kann eine hochwertige Versorgung auch unter veränderten Rahmenbedingungen sichergestellt werden? Diese und andere Fragen standen im Mittelpunkt des Jubiläumssymposiums der Arbeitsgemeinschaft für Krebsbekämpfung (ARGE Krebs) am 11. September 2026 in Bochum. Anlässlich ihres 70-jährigen Bestehens hatte die ARGE Krebs unter dem Motto „Leben mit und nach Krebs“ Vertreter*innen aus Politik, Medizin, Sozialversicherung und Gesundheitswesen eingeladen.

Gegründet wurde die ARGE Krebs am 5. April 1956, um die Situation der an Krebs erkrankten Sozialversicherten zu verbessern. Sie ist bundesweit die einzige gemeinsam von Renten- und Krankenversicherung getragene Organisation dieser Art und als Arbeitsgemeinschaft im Sozialgesetzbuch verankert. Der nordrheinwestfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann würdigte die ARGE Krebs in seiner Keynote als Vorbild für die Zusammenarbeit von Sozialversicherungsträgern. Die Gründer der ARGE Krebs hätten das bereits vor 70 Jahren erkannt und seien damit Pioniere gewesen. Zugleich betonte Laumann, wie wichtig Unterstützung und Gemeinschaft für Menschen mit einer Krebserkrankung seien, und verwies unter anderem auf Reha-Einrichtungen als Orte, an denen diese Unterstützung geleistet werde. 

„Was die ARGE Krebs besonders macht, ist die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Seit 70 Jahren bringen wir Kranken- und Rentenversicherung sowie die unterschiedlichen Partner in der Krebsversorgung zusammen, damit bei den Betroffenen möglichst schnell und unkompliziert die richtige Unterstützung ankommt. Je mehr Möglichkeiten die Medizin bietet und je komplexer die Versorgung wird, desto wichtiger wird dieses Miteinander. Nordrhein-Westfalen hat mit diesem Modell früh neue Wege beschritten und gezeigt, dass gute Versorgung dort entsteht, wo Verantwortung gemeinsam übernommen wird. Diesen Weg wollen wir weitergehen und die Versorgung für die Menschen in unserem Land auch in Zukunft aktiv mitgestalten“, sagt Thomas Keck, Vorstandsvorsitzender der ARGE Krebs. 

Seit ihrer Gründung am 5. April 1956 hat sich die onkologische Rehabilitation grundlegend verändert. Was in den Anfangsjahren unter anderem in ehemaligen Lungensanatorien begann, ist heute ein interdisziplinäres Behandlungskonzept. Die ARGE Krebs organisiert die medizinische Rehabilitation von Versicherten nach einer Krebserkrankung in Nordrhein-Westfalen. Im Jahr 2025 gingen bei der ARGE Krebs rund 38.000 Anträge auf eine onkologische Rehabilitation ein. 

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