Margret Mehs

Margret Mehs hat den Sozialdienst an der Universitätsklinik Mainz aufgebaut und über 30 Jahre geleitet. Sie war die erste Sozialarbeiterin, die als 1. Vorsitzende der DVSK gewählt wurde. Sie gehörte dem Vorstand von 1971 bis 1992 an und förderte maßgeblich den Auf- und Ausbau von Krankenhaussozialdiensten und die berufsbegleitende Fortbildung. 

Geboren: 15. September1928 in Wittlich
Gestorben: 29. Juni 1999 in Mainz

Margret Mehs wurde 1928 in Wittlich als ältestes Kind von vier Geschwistern geboren. Ihr Vater, Matthias Joseph Mehs (1893-1976), war politisch sehr aktiv, zunächst als Bürgermeister der Stadt Wittlich und danach als CDU-Abgeordneter im ersten Deutschen Bundestag von 1949 bis 1953. Nach dem Abitur absolvierte sie zunächst eine Krankenpflegeausbildung in Trier. Danach erfolgte das Studium der Sozialen Arbeit an der Katholischen Wohlfahrtschule Aachen, das sie 1954 mit der staatlichen Anerkennung als Fürsorgerin abschloss. Bei ihrem Berufspraktikum beim Gesundheitsamt in Bonn lernte sie bereits die Krankenhausfürsorge kennen. Zunächst trat sie eine Stelle beim Caritasverband Regensburg in der Betreuung von „Displaced Persons“ an, da es in Rheinland-Pfalz keine passende Stelle für sie gegeben habe. Ihr Wunsch war es aber von Anfang an, im Sozialdienst eines Krankenhauses zu arbeiten. Diese Chance erhielt sie dann 1956 an der Universitätsklinik Mainz, wo sie bis zum Eintritt in den Ruhestand 1988 arbeitete. 

Gleichzeitig mit dem Beginn ihrer Tätigkeit in Mainz wurde sie Mitglied in der DVSK, engagierte sich zunächst in der regionalen Arbeitsgemeinschaft und wurde 1971 in den Vorstand gewählt, zunächst in der Funktion der 2. Vorsitzenden. Am 11. April 1975 wurde sie dann als erste Sozialarbeiterin zur 1. Vorsitzenden gewählt. Dieses Amt übte sie bis 1987 aus und gehörte danach weiter dem Vorstand als geschäftsführendes Vorstandsmitglied noch bis November 1992 an. 

1981 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz am Bande und 1992 den Landesverdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz. Beide Auszeichnungen bekam sie unter anderem für ihre Verdienste als Vorsitzende der DVSK. 1995 ernennt die Mitgliederversammlung sie in Würdigung ihres langjährigen Engagements zum Ehrenmitglied.