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Lohfert-Preis 2027: Patientenorientierte Medizin im Wandel des Gesundheitssystems

Wie lässt sich patientenorientierte Medizin unter den veränderten Bedingungen des Gesundheitssystems verwirklichen? Zu dieser Frage schreibt die Christoph Lohfert Stiftung den Lohfert-Preis 2027 aus. Unter dem Titel „Menschen im Mittelpunkt der Medizin: Wie gelingt patientenorientierte Medizin im Wandel des Gesundheitssystems?“ sucht die Stiftung praxiserprobte Projekte, die zeigen, wie sich die Bedürfnisse und Perspektiven von Patient*innen auch unter schwierigen Rahmenbedingungen konsequent berücksichtigen lassen.

Personalmangel, Arbeitsverdichtung, ökonomischer Druck, Bürokratie und technologische Veränderungen prägen den Alltag im Gesundheitswesen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Versorgung einer älter werdenden Bevölkerung, in der Mehrfacherkrankungen häufig sind. Unter diesen Bedingungen wird Zeit für persönliche Gespräche, für Zuwendung und eine am jeweiligen Menschen orientierte Behandlung zu einer knappen Ressource.

Der mit 20.000 Euro dotierte Lohfert-Preis 2027 stellt deshalb eine grundlegende Frage: Wie lässt sich Medizin gestalten, die Menschen mit ihren Bedürfnissen, Sorgen und ihrer individuellen Lebenssituation in den Mittelpunkt stellt – auch unter anspruchsvollen Arbeitsbedingungen? Die Schirmherrschaft über den Lohfert-Preis 2027 übernimmt Stefan Schwartze, MdB, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten. Er unterstreicht die Bedeutung des Themas: „Der Maßstab einer guten Gesundheitsversorgung ist nicht allein, was medizinisch möglich ist, sondern auch, was für Patient*innen sinnvoll und hilfreich ist. Patient*innen müssen mit ihren Bedürfnissen und Perspektiven konsequent im Mittelpunkt stehen – gerade dann, wenn sich unser Gesundheitssystem verändert. Der Lohfert-Preis 2027 macht innovative Ansätze sichtbar, die diesen Anspruch in die Praxis umsetzen und damit wichtige Impulse für eine patientenorientierte Medizin geben.“ Ausgezeichnet sollen daher Projekte, die patientenorientierte Medizin im Versorgungsalltag organisatorisch verankern und konkret umsetzen. Im Fokus stehen praxiserprobte Konzepte, die die Perspektiven der Patient*innen stärker berücksichtigen, die Versorgungsqualität verbessern und anderen Einrichtungen als Orientierung dienen können.

Der Preis richtet sich an Krankenhäuser, Gesundheitseinrichtungen, Unternehmen und Start-ups im deutschsprachigen Gesundheitswesen. Bewerbungen sind bis zum 28. Februar 2027 möglich.

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