Workshop 6

In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Soziale Arbeit in der Onkologie (ASO) der Deutschen Krebsgesellschaft

„Ich habe im Moment doch wirklich andere Sorgen…“ – Unterstützung von Krebsbetroffenen bei der Erschließung von Sozialleistungen*

„Wer an Krebs erkrankt steht vor der Aufgabe, sich zum Experten der eigenen Erkrankung zu machen. Betroffene Menschen müssen sich über die Krebserkrankung, unterschiedliche Therapieverfahren und medikamentöse Behandlungen informieren  sowie bürokratische und administrative Anforderungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes bewältigen. Diese Anforderungen stellen sich nicht selten in Phasen deutlich eingeschränkten Leistungsvermögens und fehlender Sicherheit. Sie führen – auch durch die Gefühle mangelnder Informiertheit – zu Überforderungserfahrungen, weil durch die Erkrankung ohnehin gewohnte Alltagsroutinen verlorengegangen sind. Das von Krebspatient/-innen regelmäßig beschriebene Gefühl der Angst vor Kontrollverlust kann durch vielfältige Verfahrensweisen der Leistungsträger, insbesondere auch durch eine mangelnde Information und Partizipation der Patient/-innen verstärkt werden.“

Dieser Auszug aus dem Grundsatzpapier der Arbeitsgemeinschaft Soziale Arbeit in der Onkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft drückt aus, wie wichtig kompetente Unterstützung bei der Erschließung von Sozialleistungen in Phasen eingeschränkter Bewältigungskräfte ist. Sozialberatung bewegt sich dabei immer im Spannungsfeld zwischen dem sozialrechtlich Machbaren und dem in der jeweiligen Einzelfallsituation Sinnvollen, zwischen Recht haben und recht Handeln.

In diesem Workshop werden an konkreten Fällen soziale und sozialrechtliche Fragestellungen in diesem Spannungsbogen gemeinsam bearbeiten, mit dem Ziel, sozialrechtliches Wissen und Handlungskompetenzen zu erweitern. Die Teilnehmer sind eingeladen, eigene Fälle vorzustellen.

Mitwirkende und Moderation:

  • Carmen Flecks, Krebsinformationsdienst Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg
  • Anne Taubert, Nationales Centrum für Tumorerkrankungen der Universitätsklinik Heidelberg
  • Jürgen Walther, Nationales Centrum für Tumorerkrankungen der Universitätsklinik Heidelberg