Workshop 1

Was macht einen Fall zu einem komplexen Fall? Der soziale Case Mix Index

Die Fälle werden immer komplexer“ Solche Aussagen nehmen in den letzten Jahren zu und können als Argumentation für mehr Stellen im Krankenhaussozialdienst nützlich sein. Doch was macht eine Beratung komplex? Die Diagnose, die Prognose, der Mensch selbst oder dessen sozialer Kontext? Komplexe Fallkonstellationen finden in der Personalberechnung kaum Beachtung und doch prägen sie die tagtägliche Arbeit der Sozialdienste.

Die derzeit bekannten Empfehlungen, beispielsweise die Anhaltszahlen der DVSG für Soziale Arbeit im Krankenhaus oder die Auflistung von Komplexitäten von Albert Brühl berücksichtigen nicht alle Besonderheiten. Auf der Grundlage der kurzen Verweildauern im Krankenhaus, dem Anstieg der Fallzahlen und der Zunahme an Multidimensionalität und Vielschichtigkeit könnte die Entwicklung eines Sozialen-Case-Mix-Index lohnenswert sein, um die Ist-Situation schnell und prüfsicher abzubilden.

Nach einer Vorstellung der beiden Modelle werden im Workshop komplexe Fallkonstellationen in Sondertatbeständen gemeinsam definiert. Die entwickelten Ideen sollen den Teilnehmer*innen in ihren Kliniken nicht nur bei der Argumentation für eine angemessene Personalausstattung helfen, sondern sie werden auch eine Grundlage für die Weiterentwicklung der derzeitigen Anhaltszahlen zu einem Sozialen-Case-Mix-Index bilden.

Mitwirkende:

  • Komplexitäten sozialwissenschaftlich betrachtet – Das Modell von Albert Brühl
    Insa Lohse, Parkklinik Weißensee, Berlin
  • Regel- und Schwerpunktfall – was gibt es bisher bei der DVSG?
    Cindy Stoklossa, DVSG-Vorstand, Universitätsklinik Charité Berlin
  • Indikationen für komplexe Fallkonstellationen - Kann Case Management als Methodik der Sozialen Arbeit eine Unterstützung für die Entwicklung von Kriterien sein?
    Markus Wietzke, Kliniken Sindelfingen

Moderation:

  • Cindy Stoklossa, DVSG-Vorstand, Universitätsklinik Charité Berlin