Forum 6

Psychosoziale Interventionsformen gesundheitsbezogener Sozialer Arbeit: Methodenvielfalt zwischen psychosozialer Beratung, Teamcoaching und Netzwerkarbeit

Psychosoziales Intervenieren im Sinne der etymologischen Bedeutung ‚intervenire‘ (dazwischentreten) fokussiert auf eine Notwendigkeit, zwischen unterschiedlichen Perspektiven und Interessen vermitteln zu müssen. Beispielsweise kann sich das Dazwischentreten auf die Vermittlung zwischen Individuum und Gesellschaft, im Falle der Sozialen Arbeit auch auf die Vermittlung zwischen Hilfe und Kontrolle, beziehen. Soziale Arbeit greift diese intermediäre Funktion im Sozial- und Gesundheitswesen auf und bietet eine beachtliche Vielfalt unterschiedlicher Methodenansätze. Der Modus des Dazwischentretens mit dem Ziel, lösungs- und bedarfsorientiert soziale Probleme zu bearbeiten, wurde immer wieder professionalisiert. Veranschaulichen lässt sich dieser Trend am Beispiel der Methodenentwicklung des Coaching. Im Kontext der gesundheitsbezogenen-klinischen Arbeitsbereiche im Gesundheitswesen gewinnt der psychosozial orientierte Handlungsansatz grundsätzlich an Bedeutung. Erwartet wird, forschungsbasierte Einblicke in die Alltagspraxis sogenannter ‚schwer erreichbarer‘ und als ‚vulnerabel‘ etikettierter Akteur*innengruppen zu erhalten. Psychosoziale Interventionsformen im Kontext gesundheitsbezogener Sozialer Arbeit sollen hierzu einen entsprechenden Beitrag leisten. Im Rahmen des Forums werden exemplarisch drei unterschiedliche Interventionsformen kritisch diskutiert.

Zunächst werden Herausforderungen sowie Kompetenzanforderungen für Beratungshandeln in der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit dargestellt. Der zweiter Beitrag greift die Dimension einer kommunikativ-vermittelnden Praxis auf und fokussiert die interprofessionelle Ebene der Verständigung in Teams gesundheitsbezogener Sozialer Arbeit. Weiterhin wird am Beispiel hospizlich-palliativer Netzwerkarbeit die Notwendigkeit dargestellt, Handlungsziele zwischen unterschiedlichen, institutionellen Akteur*innen abzustimmen.

Mitwirkende:

  • Herausforderungen sowie Kompetenzanforderungen für Beratungshandeln in der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit
    Prof. Dr. Marion Mayer, Alice Salomon Hochschule Berlin
  • Die interprofessionelle Ebene der Verständigung in Teams gesundheitsbezogener Sozialer Arbeit
    Prof. Dr. Christian Schütte-Bäumner, Hochschule RheinMain, Wiesbaden
  • Hospizlich-palliative Netzwerkarbeit - Handlungsziele zwischen unterschiedlichen, institutionellen Akteur*innen
    Veronika Schönhofer-Nellessen, Bildungswerk Aachen, Servicestelle Hospizarbeit/Palliatives Netzwerk für die Region Aachen

Moderation:

  • Prof. Dr. Christian Schütte-Bäumner, Hochschule RheinMain, Wiesbaden