Forum 20

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit in der Suchthilfe (DG SAS)

Gesundheit ermöglichen: Beiträge aus der Suchthilfe*

Der erste Beitrag „Diagnose“ Unterbringungsbeschluss: Zwischen Zwang, Drang und Gesundheit setzt sich mit den Herausforderungen gesundheitsfördernder Möglichkeiten im Zwangskontext auseinander. Bewohner*innen erleben einen richterlichen Unterbringungsbeschluss zumeist als Sanktion für deren Drogenkonsum. Eine Einsicht in das selbstgefährdende Verhalten ist in der Regel nur bedingt vorhanden. Deswegen wird der Frage nachgegangen warum man Gesundheit fördern soll, wenn sie doch aus Sicht der Bewohner*innen nicht gefährdet scheint?

Das im zweiten Beitrag vorgestellte Programm SKOLL – Selbstkontrolltraining im Bereich der Prävention und der frühen Intervention bei riskantem und missbräuchlichem (Konsum)- Verhalten findet bereits seit über 10 Jahren bundesweit Anwendung. Im Ergebnis verringert das frühinterventive SKOLL nachweislich den schädlichen Substanzgebrauch bzw. hilft Konsumverhalten (selbst) zu kontrollieren. Es unterstützt dabei die eigenen Ziele zu erreichen und stärkt das Selbstvertrauen und fördert die (Veränderungs-)Motivation.

Besondere Hilfen für besondere Menschen im Netzwerk der Sucht- und Behindertenhilfe stellt der dritte Beitrag vor. Es wird ein Einblick in das Präventionsprogramm „Sag Nein!“ gegeben, das in Zusammenarbeit mit zwei Förderschulen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung erstellt wurde. Außerdem wird der aktuelle Stand des laufenden Bundesmodellprojektes TANDEM vorgestellt. In diesem Projekt werden erfolgreich evaluierte niederländische Beratungs- und Behandlungsprogramme (SumID-Q und LBoD) in Deutschland erprobt.

Mitwirkende:

  • „Diagnose“ Unterbringungsbeschluss: Zwischen Zwang, Drang und Gesundheit
    Dr. Sabine Link, Soziotherapeutische Zentren Wartenberg.
  • SKOLL – Selbstkontrolltraining im Bereich der Prävention und der frühen Intervention bei riskantem und missbräuchlichem (Konsum)- Verhalten
    Marina Wawilkin, Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Osnabrück, Fachambulanz für die Suchtprävention und Rehabilitation
  • Besondere Hilfen für besondere Menschen im Netzwerk der Sucht- und Behindertenhilfe
    Frank Schulte-Derne, Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Münster

Moderation:

  • Prof. Dr. Rita Hansjürgens, Alice-Salomon-Hochschule, Berlin