Forum 14

Soziotherapie – eine vergessene, gescheiterte oder zukunftsträchtige Hilfeleistung?

Seit fast 20 Jahren haben psychisch erkrankte Menschen unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Soziotherapie nach § 37a SGB V. Bei der Soziotherapie handelt es sich um eine therapeutische Leistung, die diesem Personenkreis ambulante, aufsuchende Hilfen bei der Überwindung psychosozialer Fähigkeitsstörungen gewährt.

Ziel dieser Leistung ist die (Wieder-)Erlangung einer selbständigen Lebensführung im häuslichen, sozialen und beruflichen Kontext. Damit bewegt sich die Soziotherapie an der Schnittstelle zwischen Sozialer Arbeit und Therapie.

Obwohl die Soziotherapie ein klassisches Arbeitsfeld für Sozialarbeiter*innen darstellt, konnte sich diese Hilfeleistung bisher nicht entsprechend etablieren.

Mögliche Gründe dieser Entwicklung sind in den Anspruchsvoraussetzungen zur Zulassung als Soziotherapeuten*in sowie in der niedrigen Vergütungen zu vermuten.

In diesem Forum wird das Potential der Soziotherapie anhand relevanter aktueller Entwicklungen und Praxisbeispielen sowie deren Bedeutung für die Soziale Arbeit dargelegt.

Diskutiert werden soll auch über Hemmnisse in der Umsetzung und mögliche Lösungsansätze zur besseren Etablierung dieser Leistung.

Mitwirkende:

  • Der mögliche Beitrag der Soziotherapie für die Gesundung psychisch erkrankter Menschen
    Prof. Dr. Maria Ohling, Hochschule Landshut
  • Jens Josuttis, Gapsy, Bremen
  • Alexander Weber, Landesverband NRW des  Berufsverbandes der Soziotherapeutenten e.V, Bildungsinstitut für Soziales und Gesundheit (BSG)

Moderation

  • Claudia Welk, DVSG-Vorstand, AMEOS Klinik Osnabrück