Forum 5

Soziale Arbeit in der sektorenübergreifenden Beratung

Risiken gesundheitlicher und sozialer Ungleichheit vorzubeugen und abzuwenden ist Auftrag der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit. Voraussetzung für gesundheitliche Chancengleichheit ist eine für Menschen verstehbare, verlässliche Beratung sowie eine gut verzahnte Behandlung, Rehabilitation und Pflege, die nicht an den Sektorengrenzen endet. Bedarfe und daraus abzuleitende Maßnahmen sind von Leistungsberechtigten, -trägern und -erbringern partizipativ und passgenau zu ermitteln und sektorenübergreifend zu planen und umzusetzen. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen benennt beispielsweise in seinem Gutachten ‚Bedarfsgerechte Steuerung der Gesundheitsversorgung‘‚ insbesondere die Schwachstellen der Steuerung an den Schnittstellen zwischen den Leistungssektoren und die mangelnde Integration zwischen der ambulanten und der stationären Gesundheitsversorgung. 

Im Forum werden einleitend sozialarbeitstheoretische Überlegungen angestellt, wie gesundheitsbezogene Soziale Arbeit in komplexen Fallkonstellationen Interventionen versteht und umsetzt. Die anschließenden Vorträge zeigen exemplarisch aus kommunaler Sicht und aus Sicht einer trägerübergreifenden Beratungsstelle, wie und mit welchen Erfahrungen Soziale Arbeit sektorenübergreifend berät und unterstützt. Neben der Vorstellung eines Projekts, welches sich der sektorenübergreifenden Versorgung älterer Menschen widmet, werden Fachkräfte und Peerberater der Sozialen Arbeit aus ihrer Berufspraxis in den ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstellen berichten.

Mitwirkende:

    Moderation:

    • Katrin Blankenburg, DVSG-Bundesgeschäftsstelle Berlin