Forum 3

Die neue Kinderschutzleitlinie: Umgang mit elterlichen psychischen Belastungen, Sucht und häuslicher Gewalt

Die medizinische Kinderschutzleitlinie, an deren Erstellung die DVSG beteiligt war, ist seit Januar 2019 veröffentlicht. Für die Umsetzung und Implementierung ist eine Kooperation und ein inhaltlicher Austausch der Fachkräfte erforderlich, der auch psychische Belastungen der Eltern, Suchtgefährdung und häusliche Gewalt in der Familie in den Fokus nimmt. So wird beispielhaft in einer Handlungsempfehlung gefordert: „Bei der Vorstellung Erwachsener in Notaufnahmen aufgrund von häuslicher Gewalt und/oder eines Suizidversuches oder einer psychischen Dekompensation und/oder einer Substanzintoxikation soll* als Screening gefragt werden, ob der_die Patient_in die Verantwortung für eine_einen Minderjährige_n trägt, um eine mögliche Kindeswohlgefährdung zu erkennen. In diesem Fall soll* der Sozialdienst der Klinik informiert werden“.

Das Forum wird sich mit verschiedenen Fragestellungen befassen und Lösungen für die Praxis diskutieren. Relevante Fragestellungen in diesem Kontext sind z.B.:

  • Wie kann eine Abwägung zwischen dem Auftrag Sozialer Arbeit gegenüber den Personensorgeberechtigten und dem Anspruch des Kinderschutzes gelingen?
  • Wie kann ein fachlicher Austausch über vorhandene Belastungen und Ressourcen eine valide Gefährdungseinschätzung ermöglichen?
  • Welche gesetzlichen Bestimmungen ermöglichen einen Austausch mit der Jugendhilfe?
  • Wie können die betreffenden Personensorgeberechtigten für einen Informationsaustausch gewonnen werden?

Mitwirkende:

Moderation:

  • Jürgen Freiberg, DVSG-Projektgruppe Soziale Arbeit in der Pädiatrie, Universitätsklinikum Bonn