Forum 28

Ungleiche Teilhabechancen in der Kommune: Was kann die Soziale Arbeit tun?

Die zunehmende Alterung der Gesellschaft und die steigende Lebenserwartung sind unter anderem Gründe, die die Zunahme der Menschen mit Beeinträchtigungen in Deutschland erklären. Wie die Teilhabeberichte der Bundesregierung aufzeigen, können Krankheit und Behinderung dazu führen, dass sich der Grad der Selbstbestimmung reduziert und es zu eingeschränkten Verwirklichungschancen und einer verringerten Teilhabe kommt. In der Sozial- und Gesundheitsberichterstattung wird darüber hinaus der Zusammenhang der so-zialen und gesundheitlichen Ungleichheit in verschiedenen Ausprägungen aufgegriffen. Für die gesundheitsbezogene Soziale Arbeit ist es eine zentrale Aufgabe, die soziale Teilhabe von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen insbesondere mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen zu fördern und auf gesundheitsfördernde Lebensverhältnisse hinzuwirken.

Im Forum geht es um den Fokus der Verwirklichungs- bzw. Teilhabechancen: Nach dem auf Amartya Sen zurückgehenden Capability-Ansatz ist die Unterscheidung zweier Perspektiven von Bedeutung: die Lebensumstände und Aktivitäten, die die Lebenswelt einer Person prägen zum einen (functionings) und die tatsächliche Freiheit für die Wahl einer Lebensführung, die Auswahl an Verwirklichungschancen, zum anderen (capabilities). Im Forum wird dieses Teilhabemodell erläutert, und es werden die möglichen Wechselwirkungen der Gesundheit mit weiteren Lebensbereichen (z.B. Erwerbsarbeit, soziales Netzwerk) dargestellt. Schließlich wird diskutiert, welche Handlungsspielräume sich im kommunalen Kontext insbesondere für die Sozialen Arbeit ergeben.

Mitwirkende:

Moderation:

  • Katrin Mimus, DVSG-Landesarbeitsgemeinschaft Sachsen, Stadt Leipzig, Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule