Forum 21

Evidenzbasierung, Leitlinienarbeit und Implementierungsforschung in der Sozialen Arbeit

Die wirkungsvolle und systematische Verknüpfung von Praxis und Forschung wird von einer professionellen und wissenschaftlichen Sozialen Arbeit erwartet. Doch nach wie vor ist evidenzbasierte Sozialarbeit aus unterschiedlichen Gründen eine Herausforderung sowohl für einzelne Sozialarbeiter*innen als auch für Dienstleistungsträger.

Evidenzbasierte Praxis beruht auf theoretisch fundiertem und empirisch geprüftem Wissen, das es ermöglicht Leitlinien für spezifische Gesundheitsprobleme zu formulieren, die es dann im Praxisalltag umzusetzen gilt. Ziel im Kontext des Gesundheitswesens ist es, Leistungserbringer sowie Leistungsberechtigte in ihrer Entscheidungsfindung und ihrem handlungsmethodischen Vorgehen zu unterstützen und damit eine Versorgung zu gewährleisten, die sich an den besten aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert.

Für die Soziale Arbeit im Gesundheitswesen und darüber hinaus stellen sich in diesem Zusammenhang u.a. die folgenden Fragen: Wie kann die Wirkung von sozialarbeiterischen Interventionen wissenschaftlich nachgewiesen werden? Wie können relevante wissenschaftliche Erkenntnisse ausgewählt und in die Praxis des Alltags tragfähig integriert werden? Wie kann in der Berufspraxis eine personenzentrierte Arbeit mittels handlungsleitender Standards gelingen, die jedoch gleichzeitig den Kontext und die individuelle Subjektorientierung nicht außer Acht lassen darf?

Die Akzeptanz und folglich auch die Implementierung und Wirksamkeit von Leitlinien hängt dabei von unterschiedlichen Faktoren ab. Evidenzbasierung, Leitlinienarbeit und Implementierungsforschung sind Themen, die in diesem Forum im Kontext der Sozialen Arbeit diskutiert werden.

Mitwirkende:

Moderation:

  • Jürgen Freiberg, DVSG-Projektgruppe Soziale Arbeit in der Pädiatrie, Universitätsklinikum Bonn