Forum 11

Gesundes Aufwachsen sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher zwischen Erziehungshilfe und Teilhabe: Die Debatte um ein inklusives SGB VIII

Gesundheitsbezogene Prävention und Gesundheitsförderung insbesondere im Kindes- und Jugendalter wird als eine große gesellschaftliche Aufgabe angesehen. Es finden sich zahlreiche Programme unterschiedlicher Akteur*innen, angefangen von frühen Hilfen, über verpflichtende Vorsorgeuntersuchungen und Diskussionen zur Impfpflicht bis hin zu spezifischen Konzepten der Förderung von Gesundheit bei sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Die Debatten um eine Gesamtzuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe für alle Kinder mit und ohne Behinderung hat die Auseinandersetzung mit der Frage der Förderung der Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen belebt. Allerdings gibt es ein großes Manko: Die Kooperation von Jugendhilfe, Gesundheitswesen und Eingliederungshilfe funktioniert nur eingeschränkt.

In diesem Forum wird aus drei unterschiedlichen Perspektiven (Adressat*innen von Aktivitäten eines Präventionsnetzwerkes, Begleitforschung zur Schulbegleitung, Arbeit mit Geflüchteten) beleuchtet, welche Rolle sozialpädagogische Fachkräfte bei der Förderung von Teilhabe vor dem Hintergrund der Debatten um ein inklusives SGB VIII haben können.

Mitwirkende:

  • Kurzüberbick zu den Debatten um ein inklusives SGB VIII
    Dr. Mike Seckinger, Deutsches Jugendinstitut, München
  • „Die Schulbegleitung – zwischen exklusiver Inklusion und inklusiver Exklusivität“
    Eva Dittman, Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz gemeinnützige GmbH (ism gGmbH)
  • Inklusive Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Störungen
    Dr. Norbert Beck, Therapeutisches Heim Sankt Joseph, Würzburg 

Moderation:

  • Dr. Mike Seckinger, Deutsches Jugendinstitut, München