Forum 1

Zugänge zur gesundheitlichen Versorgung: Welche Möglichkeiten und Grenzen hat gesundheitsbezogene Soziale Arbeit in der professionellen Beratung und Intervention?

Sozialarbeiter*innen sind Expert*innen für die Berücksichtigung und Bearbeitung psychosozialer Aspekte in einem ganzheitlich ausgerichteten Versorgungskonzept. Sie tragen wesentlich dazu bei, Menschen in ihrem unverwechselbaren Lebensweltbezug eigenverantwortliche Entscheidungen zu ermöglichen und sie bei ihrer individuell möglichen Teilhabe zu fördern. Dazu gehört auch, Zugänge zur gesundheitlichen Versorgung zu schaffen, kritisch zu reflektieren und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Diese Zugänge sind in Deutschland häufig nicht bekannt, werden mitunter auch abgelehnt, können unfreiwillig sein oder bleiben aus verschiedenen individuellen und/oder strukturellen Gründen verschlossen.

Im Forum sollen Zugänge zur gesundheitlichen Versorgung bespielhaft an der Gruppe von Menschen mit einer onkologischen Erkrankung beleuchtet werden. Anhand der Ergebnisse aus der Expert*innenstudie „Antragsverhalten zur onkologischen Rehabilitation“ (AZORE) soll diskutiert werden, welche konkreten Schussfolgerungen für die gesundheitsbezogene Soziale Arbeit im Handlungsfeld Onkologie daraus abgeleitet werden können.

Daneben stehen Menschen im Fokus, die von Verwahrlosung betroffen sind. Erkenntnisse des Arbeitsbereichs Mobile Einzelfallhilfe als Krisenintervention der Landeshauptstadt Hannover zeigen, dass Verwahrlosung neben anderen gravierenden Folgen häufig mit somatischen Erkrankungen sowie Suchterkrankungen zusammenfällt. Eine zu diskutierende Fragestellung ist hier, wie gesundheitsbezogene Soziale Arbeit hier Zugänge zu einer adäquaten Hilfe- und Versorgungssituation unter Wahrung des Selbstbestimmungsrechts schaffen kann.

Mitwirkende:

Moderation:

  • Johannes Petereit, DVSG-Landesarbeitsgemeinschaft Hamburg, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf