Landesarbeitsgemeinschaften

Die DVSG ist in den Bundesländern in Landesarbeitsgemeinschaften und regionalen Arbeitskreisen organisiert.

Die Landesarbeitsgemeinschaften und Arbeitskreise greifen die für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen relevanten Themen regionsbezogen auf, bauen regionale Netzwerke sowohl innerhalb der unterschiedlichen Arbeitsfelder als auch mit anderen Professionen und Akteuren im Gesundheitswesen auf, entwickeln Projekte und setzen diese um.

Neues aus den Arbeitsgemeinschaften

19.01.2021

Sozialdienste von Rehabilitationseinrichtungen in NRW für Forschungsprojekt gesucht

Kategorie: Nordrhein-Westfalen, LAGs, LAG Nordrhein-Westfalen

Die Soziale Arbeit ist fester Bestandteil der medizinischen Rehabilitation. Allerdings variiert die Inanspruchnahme der Leistungen zwischen den Rehabilitationseinrichtungen sowohl zwischen den Indikationsbereichen, als auch zwischen Einrichtungen aus dem gleichen Indikationsbereich. Zusätzlich können aufgrund einer geringen Anzahl an Studien noch keine belastbaren Aussagen zur Wirksamkeit der Interventionen getroffen werden.

Dies stellt eine besondere Herausforderung für die Soziale Arbeit dar. Sie ist aufgefordert, qualitative Standards zu entwickeln und diese zu implementieren. Im April 2020 startete die Studie „Sozialarbeiterische Wirkmechanismen in der medizinischen Rehabilitation (SWIMMER)“ an der Stiftungsprofessur Rehabilitationswissenschaften | Rehabilitative Versorgungsforschung der Universität Bielefeld unter Leitung von Prof. Dr. Thorsten Meyer. Mit dieser sollen Gründe für die genannten Versorgungsvariation identifiziert werden. Weiterhin sollen erste Hypothesen für eine Programmtheorie der Sozialen Arbeit in der medizinischen Rehabilitation zur Abbildung möglicher Wirkmechanismen entwickelt werden. Das Projekt wird für zwei Jahre von der Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften Nordrhein-Westfalen e.V. (GfR NRW e.V.) gefördert. Das  Projekt wird von der DVSG unterstützt.

In insgesamt zehn medizinischen Rehabilitationseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen sollen Leitfadeninterviews mit Mitarbeiter*innen des Sozialdienstes und Leitungspersonen sowie Hospitationen des Arbeitsalltages durchgeführt werden. Zudem sind die Audioaufzeichnung von Beratungsgesprächen der Mitarbeiter*innen des Sozialdienstes mit Rehabilitand*innen und die Teilnahme an Teambesprechungen geplant. Die Datenerhebung erstreckt sich über zwei Phasen, wobei die erste Phase voraussichtlich im Februar 2021 abgeschlossen sein wird. Zwischen den beiden Erhebungsphasen erfolgt eine zweimonatige Erhebungspause, die für eine Zwischenauswertung der Daten genutzt wird.

Der Beginn der zweiten Phase ist für Mai 2021 geplant. Für diese werden noch vier Rehabilitationseinrichtungen gesucht. Allen teilnehmenden Einrichtungen wird gegen Ende des Projekts (Frühjahr/ Sommer 2022) eine Ergebnispräsentation angeboten, in der u.a. auch ein Einblick in den Arbeitsalltag anderer Sozialdienste medizinischer Rehabilitationseinrichtungen gegeben wird.

Bei Fragen und Interesse an einer Teilnahme wenden Sie sich an die Projektmitarbeiter*innen:

Tobias Knoop, M.Sc. Public Health (+49 521 106-67608, tobias.knoop@uni-bielefeld.de)
Nadja Scheiblich, M.Sc. Public Health (+49 521 106-67148; nadja.scheiblich@uni-bielefeld.de)

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt unter: https://www.uni-bielefeld.de/gesundhw/reha/projekte/swimmer.html