Reha-Informationen

Neue Einwilligungserklärung im AHB-Verfahren notwendig

Sozialdienste klären vor Einleitung einer Anschlussrehabilitation im Direkteinleitungsverfahren der Deutschen Rentenversicherung Bund, welcher Rentenversicherungsträger kontoführend ist bzw. ob die versicherungsrechtlichen Voraussetzung erfüllt sind.  

Die DRV Bund hat mitgeteilt, dass es im Zusammenhang  mit der Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) das AHB-Verfahren angepasst werden musste. Künftig ist für die zulässige Auskunftserteilung der Deutschen Rentenversicherung Bund an den Sozialdienst des behandelnden Krankenhauses zwingend die Vorlage einer Einwilligungserklärung des Betroffenen notwendig. Hierfür wurden ein Informationsschreiben an den Patienten (Formular G1128) sowie eine Einwilligungserklärung (G1129) entworfen, die den Sozialdiensten auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung Bund im "Formularpaket Anschlussrehabilitation (AHB)“  zur Verfügung stehen.  

Anfragen zur Kontoführung bzw. zu versicherungsrechtlichen Voraussetzungen dürfen wegen der erforderlichen Einwilligungserklärung künftig nur noch per Fax an die Deutsche Rentenversicherung Bund gerichtet werden. Hierfür gelten weiterhin die bestehenden Fax-Nummern.

Rahmenvertrag zum Entlassmanagement in der medizinischen Rehabilitation in Kraft getreten

Nach einem lang währenden Verhandlungs- und Abstimmungsprozess zwischen dem GKV-Spitzenverband, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und den elf für die Erbringung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation maßgeblichen Verbänden auf Bundesebene (Reha-Leistungserbringerverbände) haben sich die Vertragspartner am 15. Januar 2019 vor dem erweiterten Bundesschiedsamt über einen Rahmenvertrag zum Entlassmanagement von stationären medizinischen Rehabilitationseinrichtungen geeinigt, teilt der Bundesverband Geriatrie Verband e.V. in einer Pressemitteilung vom 18. Januar 2019 mit. Ziel des Entlassmanagements ist es, Rehabilitanden eine lückenlose medizinische beziehungsweise pflegerische Anschlussversorgung zu sichern.

2015 hat der Gesetzgeber die Vorgaben zum Entlassmanagement erweitert: Die Kliniken bekamen ein Verordnungsrecht für erforderlichen Anschlussleistungen und die Krankenkassen wurden zur Unterstützung des Entlassmanagments verpflichtet. Die Umsetzung der Aufgaben des Entlassmanagements sollen durch einen Rahmenvertrag zwischen den Gesetzlichen Krankenkassen, der KBV und den Spitzenverbänden der Reha-Leistungserbringer geregelt werden. Die Verhandlungen wurden im November 2015 aufgenommen und mit dem Ziel geführt, die Versorgung von Rehabilitanden zu verbessern, aber auch einen bürokratischen Aufwand auf Seiten der Rehabilitationseinrichtungen zu vermeiden.

Nach einem langjährigen Verhandlungsprozess, der mehrmals unterbrochen wurde, haben die Vertragspartner in vielen Punkten einen Konsens gefunden. Die Ausnahme machte eine von den Reha-Leistungserbringerverbänden geforderte Vertragsklausel zur Prüfung eventueller finanzieller Auswirkungen der Vereinbarung zum Entlassmanagements durch die zuständigen Vertragspartner auf Landesebene nach § 111 Abs. 5 SGB V. Der GKV-Spitzenverband verweigerte dazu seine Zustimmung, sodass im Herbst 2018 das Bundesschiedsamt angerufen wurde. In der Verhandlung vor dem Bundesschiedsamt am 15. Januar 2019 haben sich die Vertragspartner über diesen strittigen Punkt einigen können und die Präambel um einen entsprechenden Hinweis auf die Verantwortlichkeit der Vertragsparteien der Vergütungsvereinbarungen ergänzt. Wichtigste Regelungen des Rahmenvertrages:

Die Rehabilitationseinrichtung

  • prüft rechtzeitig vor der Entlassung des Rehabilitanden, ob und ggf. welche medizinischen und pflegerischen Maßnahmen im Anschluss an die Rehabilitation erforderlich sind,
  • leitet in Abstimmung mit dem Rehabilitanden erforderliche Folgemaßnahmen nach der Rehabilitation ein (z. B. eine Terminvereinbarung mit dem Hausarzt),
  • berät und hilft dem Rehabilitanden bei der Beantragung von Leistungen der Kranken- und/oder Pflegekasse, die im Anschluss an die Rehabilitation erforderlich sind,
  • hilft dem Rehabilitanden bei der Kontaktanbahnung zur Selbsthilfe,kann die Arbeitsunfähigkeit des Rehabilitanden für die Zeit unmittelbar nach der Rehabilitation feststellen,
  • kann Leistungen, die unmittelbar im Anschluss an die Rehabilitation erforderlich sind, für bis zu 7 Tage verordnen (z. B. Arzneimittel, Heilmittel, Hilfsmittel oder häusliche Krankenpflege),
  • händigt dem Rehabilitanden am Entlassungstag einen standardisierten Entlassungsbericht aus.

Das Entlassungsmanagement durch die Rehabilitationseinrichtungen richtet sich nach dem individuellen Unterstützungsbedarf des Rehabilitanden und berücksichtigt dessen eigene Handlungsmöglichkeiten.

Die Krankenkassen unterstützen das Entlassmanagement, indem sie

  • in der Leistungsbewilligung einen Ansprechpartner für das Entlassmanagement benennen,
  • über Leistungsanträge des Rehabilitanden, die während der Rehabilitation gestellt werden, unverzüglich entscheiden,
  • die Rehabilitationseinrichtung auf Anfrage über regionale Versorgungsangebote informieren und bei der Terminfindung für Anschlussversorgung unterstützen.

Damit die Ärzte in den Rehabilitationseinrichtungen auch Leistungen mit den besonders gekennzeichneten Vordrucken verordnen können, benötigen die Rehabilitationseinrichtungen eine Betriebsstättennummer. Diese ist von den Rehabilitationseinrichtungen bei der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung zu beantragen. Der Rahmenvertrag ist am 1. Februar 2019 in Kraft getreten. Für die vollständige Umsetzung aller Regelungen des Rahmenvertrages wird den Rehabilitationseinrichtungen eine Übergangsfrist von sechs Monaten nach dem Inkrafttreten eingeräumt.

Download des Rahmenvertrags unter www.gkv-Spitzenverband.de (Krankenversicherung – Rehabilitation – Entlassmanagement)

Praxishilfe: Sozialmedizinische Leistungsbeurteilung in der medizinischen Rehabilitation

Das Institut für Rehabilitationsforschung Norderney hat eine neues Portal online gestellt und will damit einen Überblick über die Begriffe und Prozesse der sozialmedizinischen Leistungsbeurteilung in der medizinischen Rehabilitation geben.

Die Website wende sich an alle Berufsgruppen in der medizinischen Rehabilitation, die zur Leistungsbeurteilung beitragen können; dies sind neben Ärzten auch alle weiteren Behandlergruppen, Sozialberater und Pflegekräfte. Daneben richtet sie sich auch an medizinische Reha-Einrichtungen, die nach Wegen suchen, den Prozess und die Qualität der Leistungsbeurteilung zu optimieren.

Informiert wird über das Grundkonzept der Leistungsbeurteilung,  die Funktion der Leistungsbeurteilung im Sozialversicherungssystem und ihre Auswirkungen für den Rehabilitanden, Qualitätsmerkmale, und Prozessabläufe der Leistungsbeurteilung usw.

www.leistungsbeurteilung-reha.de

Neu ab Januar 2019: Einheitliche Reha-Nachsorge der Rentenversicherung

Wegen der Vielfalt der Reha-Nachsorgeangebote haben sich die Rentenversicherungsträger auf Kernangebote zur Reha-Nachsorge verständigt.

Die Reha-Nachsorge folgt damit einheitlichen Kriterien und Rahmenbedingungen, unabhängig davon, welcher Rentenversicherungsträger zuständig ist.  

Zu den Nachsorgeprogrammen der DRV gehören:

  • IRENA – multimodale Nachsorge in Gruppen 
  • RENA – unimodale Nachsorge in Gruppen (T-RENA - Trainingstherapeutische Reha-Nachsorge, Psy-RENA - Reha-Nachsorge bei Psych. Erkrankungen)   

Zur Schnellorientierung hat die DRV Bund eine Kurzübersicht über die verschiedenen Nachsorgeprogramme der DRV zur Verfügung gestellt.

Detaillierte Informationen zu den Reha-Nachsorgeangeboten der DRV unter     

www.reha-nachsorge-drv.de

Neues zum Umsetzungsstand des bundeseinheitlichen Antragsformulars für Anschlussrehabilitationen der gesetzlichen Krankenkassen

23.08.2018 Von Seiten der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und des AOK Bundesverbandes wurde nun mitgeteilt, dass entgegen erster Ankündigungen der Prozess der Entwicklung und Umsetzung eines einheitlichen Antragsformulars zur Einleitung einer Anschlussrehabilitation noch nicht abgeschlossen ist. Insbesondere die DKG verweist in Ihrer Mitteilung auf die vor der Einführung erforderliche Erarbeitung einer IT-gestützten Version. Die DVSG ist dazu auch weiterhin im Austausch mit den beteiligten Akteuren des Rahmenvertrages Entlassmanagement. Laut AOK Bundesverband sollen, sobald der Prozess abgeschlossen ist, aktuelle Informationen und die neuen AR-Formulare auf deren Homepage veröffentlicht werden.

https://www.dkgev.de/dkg.php/cat/41/aid/40171/title/Antragsformular_fuer_die_Anschluss-Reha_im_Rahmen_des_Entlassmanagements

http://www.aok-gesundheitspartner.de/bund/entlassmanagement/verordnungen/rehabilitation/index.html

Bundeseinheitliches Antragsformular für Anschlussrehabilitationen der gesetzlichen Krankenkassen

Der GKV-Spitzenverband hat mit den Verbänden der Krankenkassen auf Bundesebene ein einheitliches Antragsformular für die Beantragung einer Anschlussrehabilitation (AR) bei den Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKVen) entwickelt. Dieser Vordruck besteht aus zwei Teilen, dem „Antrag auf Anschlussrehabilitation“ und dem „Ärztlichen Befundbericht“ und ist derzeit online noch nicht verfügbar.

Die Entwicklung und Bereitstellung eines bundeseinheitlichen kassenartenübergreifenden AR-Antrags wird von der DVSG begrüßt; setzt es doch eine Zielsetzung des SGB IX sowie des Rahmenvertrags Entlassmanagement um, die auch von Fachkräften der Sozialen Arbeit als Anliegen seit langem formuliert wird. Die DVSG war an der Entwicklung des Antragsformulars im aktuellen Prozess nicht beteiligt. Wir stehen derzeit in Kontakt mit unterschiedlichen beteiligten Akteur*innen, um konkrete Informationen über den Erstellungsprozess und den Verpflichtungs- bzw. Empfehlungsgrad des Antrags zu eruieren. Darüber hinaus recherchieren wir, wann ggf. eine IT-gestützte Version zur Implementierung des Antrags in die Krankenhaus-Informations-Systeme zur Verfügung stehen wird.

In einem Rundschreiben des GKV-Spitzenverbandes an die Mitgliedsorganisationen ist die Einführung des einheitlichen Antrages zum 01.08.2018 angestrebt. Nachfragen haben aber ergeben, dass das Formular derzeit noch im Abstimmungsprozess mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft sei. Sobald uns weitere verbindliche Informationen zur Verfügung stehen, werden wir diese über unsere Homepage veröffentlichen.

Ihre Anregungen und Erfahrungen zur Umsetzung des neuen AR-Formulars nimmt die DVSG gern entgegen (info@dvsg.org).

Änderungen der Rechtsvorschriften durch das BTHG

Durch das Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) ändern sich insbesondere im SGB IX in der neuen Fassung die Paragrafen, in denen verschiedene Tatbestände in der bisherigen Fassung des SGB IX geregelt waren. Die DVSG hat eine Liste zusammengestellt, in der die Paragrafen aus den vorherigen gesetzlichen Regelungen den emtsprechenden Paragrafen des neuen Rehabilitationsrechts gegenübergestellt sind.

Nur für Mitglieder (bitte melden Sie sich für den Mitgliederbereich an)

AHB Verfahren - Liste der beigetretenen Krankenkassen

Die Deutsche Rentenversicherung Bund aktualisiert regelmäßig die Liste der Krankenkassen, die dem AHB-Verfahren beigetreten sind. Die DVSG stellt die Liste den DVSG-Mitgliedern zur Verfügung.

(Bitte melden Sie sich für den Mitgliederbereich an)

Neue Zuzahlungsstaffelungen bei Rehabilitanden der DRV

Seit Beginn des neuen Jahres gelten neue Regelungen bei der Zuzahlung im Bereich der Deutschen Rentenversicherung (DRV). § 32 SGB VI sieht für Rehabilitanden der Rentenversicherung Zuzahlungen bei der Inanspruchnahme von Leistungen zur medizinische Rehabilitation und bei sonstigen Leistungen vor. Die bisher geltende „drei-stufige“ Staffelung der Zuzahlungsregelung, wurde nun um vier weitere Stufen ergänzt.

Die Zuzahlungshöchstgrenze beträgt 10 Euro pro Tag für längstens 42 Tage, bei einer Anschlussheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlussrehabilitation (AR) sowie Anschlussgesundheitsmaßnahme (AGM) für längstens 14 Tage im Kalenderjahr. Wenn in einem Jahr bereits Rehabilitationsleistungen - auch von der Krankenkasse - in Anspruch genommen wurden, werden alle Tage der Zuzahlung berücksichtigt und gegenseitig angerechnet.

Rentenversicherte Rehabilitanden müssen nach wie vor, eine Zuzahlungsbefreiung beim zuständigen Rentenversicherungsträger beantragen. Die Bescheinigung über die Befreiung bei der gesetzlichen Krankenversicherung wird weiterhin von der Rentenversicherung nicht anerkannt.

Die Ausdehnung der Staffelung ist aus Sicht der DVSG begrüßenswert und richtet sich im Kern an Versicherte mit einem geringeren Einkommen. Aktuelle Staffelung der Zuzahlungsbefreiung:

Reha-Therapiestandards

Die Deutsche Rentenversicherung fördert seit 1998 die Erstellung von Reha-Therapiestandards (RTS) für die medizinische Rehabilitation. Ziel dieser Reha-Therapiestandards ist es, die rehabilitative Behandlung von Patientinnen und Patienten auf eine wissenschaftliche, evidenzbasierte Grundlage zu stellen. Die Entwicklung von Reha-Therapiestandards ist ein konsequenter Schritt zur qualitativen Verbesserung der rehabilitativen Versorgung. Alle Reha-Therapiestandards wurden 2015 aktualisiert und überarbeitet.

Weitere Informationen

KTL 2015

Die Klassifikation therapeutischer Leistungen (KTL) für die medizinische Rehabilitation wird seit 1997 in der Routine der Reha-Qualitätssicherung der Rentenversicherung eingesetzt, um das therapeutische Leistungsspektrum der Reha-Einrichtungen zu dokumentieren, zu bewerten und auch unter inhaltlichen Gesichtspunkten zu analysieren. Die KTL gilt sowohl für die stationäre wie auch für die ambulante medizinische Rehabilitation von Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern. Die routinemäßig erhobenen und ausgewerteten KTL-Daten werden jährlich an die Reha-Einrichtungen und die Rentenversicherungsträger zurückgemeldet.

Im Rahmen eines wissenschaftlichen Projekts ist die KTL 2007 (5. Auflage) überarbeitet worden. Wesentliche Änderungen der neuen KTL-Auflage sind die Aufnahme neuer fachlicher Schwerpunkte (z. B. der Kinder- und Jugendlichen-Rehabilitation) und neuer Reha-Konzepte z. B. medizinisch beruflich orientierte Reha sowie die Integration der neuen Studienabschlüsse nach der Bologna-Reform. In allen Kapiteln wurden weitere umfangreiche Änderungen vorgenommen. Einheitliche Begrifflichkeiten u. a. für die Berufsgruppen werden eingeführt sowie die einheitliche Ausgestaltung der Leistungsformen (einzeln, Kleingruppe, Gruppe). Auch die Qualitätsmerkmale sind vereinheitlicht.

Die überarbeitete Klassifikation (KTL 2015) wird zum 1. Januar 2015 in der 6. Auflage in Kraft treten. Für den Zeitraum 1.1.2015 - 31.12.2015 sind beide KTL-Versionen 2007 und 2015 zugelassen. Ab dem 1.Januar 2016 ist nur noch die KTL 2015 zur Verschlüsselung zu verwenden.

Materialien zur KTL:

Informationen zur beruflichen Orientierung in der medizinischen Rehabilitation

Die Informationsseite zur Medizinisch-beruflichen Orientierung in der Rehabilitation (MBOR) wurde neu überarbeitet und erweitert.  Zu den vielen Neuerungen der modifizierten Homepage zählen unter anderem Umsetzungshilfen für Kliniker, Hinweise zu den Anforderungen und Konzepten der Rehaträger, Informationen zu Arbeitsplatzbeschreibungen sowie eine erweiterte Datenbank mit good practice-Beispielen aus Reha-Einrichtungen.

www.medizinisch-berufliche-orientierung.de

Stufenweise Wiedereingliederung

Seit 2011 gibt es eine Vereinbarung zur Zuständigkeitsabgrenzung bei der stufenweisen Wiedereingliederung zwischen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) und den Spitzenverbänden der Krankenkassen. Diese Vereinbarung gilt unbefristet weiter. Aller dings sind laut DRV in der Praxis zahlreiche Probleme aufgetreten, die Anpassungen des Verfahrens erforderten. In der Vergangenheit hätten Rehabilitationseinrichtungen teilweise auf der „Checkliste“ angegeben, dass eine „Rekonvaleszenzzeit“ vorliege, und daher eine stufenweise Wiedereingliederung nicht eingeleitet werden könne. Diese Begründung könne weder vom Rentenversicherungsträger noch von der Krankenkasse akzeptiert werden. Maßgebend seien ausschließlich Arbeitsunfähigkeitszeiten, die mit den Rehabilitationsleiden im Zusammenhang stehen. Weiterhin enthalte die Checkliste den Begriff der „kurzzeitigen Arbeitsunfähigkeit“. Hierunter sei zu verstehen, dass eine stufenweise Wiedereingliederung von der Reha-Einrichtung nicht einzuleiten ist, wenn auch ohne die stufenweise Wiedereingliederung innerhalb von vier Wochen mit Arbeitsfähigkeit zu rechnen sei. Die DRV Bund macht auch darauf aufmerksam, dass die Formulare zur Einleitung einer stufenweisen Wiedereingliederung modifiziert wurden. Es wird darum gebeten, künftig ausschließlich die im Internet zur Verfügung gestellten aktuellen Formulare zu verwenden:www.deutsche-rentenversicherung.de (Services – Formulare & Anträge – Reha-Einrichtungen – Formularpaket „Feststellung und Einleitung einer stufenweisen Wiedereingliederung“). Die DRV Bund hat die Rehabilitationseinrichtungen über die Verfahrensänderungen in einem Rundschreiben informiert.

Reha-Berichte der Deutschen Rentenversicherung Bund

Die Deutsche Rentenversicherung Bund erstellt jährlich den Reha-Bericht, in dem die wichtigsten aktuellen Daten und Fakten zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation der Rentenversicherung veröffentlicht werden.

Die Reha-Berichte seit 2010 stehen als Download zur Verfügung unter: www.reha-berichte-drv.de

Diskussionsbeitrag: Stellenwert und Potential der Sozialarbeit in der medizinischen Rehabilitation

Die Soziale Arbeit kann im Rehabilitationswesen in einem weiten Anwendungsbereich zum Einsatz kommen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Beitrag von Karl-Heinz Köpke im Forum D des Diskussionsforums Rehabilitations- und Teilhaberecht. In dem Online-Beitrag beschäftigt sich der Autor mit der Rolle, die Sozialarbeit insbesondere in der medizinischen Rehabilitation einnimmt. (Köpke: Stellenwert und Potential der Sozialarbeit in der medizinischen Rehabilitation; Forum D, Beitrag D29-2013 unter www.reha-recht.de; 31.10.2013)

Link zum Beitrag

MBOR-Anforderungsprofil

Die Deutsche Rentenversicherung Bund hat das Anforderungsprofil zur Durchführung der Medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR) im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung im August 2012 aktualisiert.

Verfügbar unter: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/207024/publicationFile/50641/mbor_datei.pdf

Reha-Faktenbuch veröffentlicht

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI), Essen, hat Mitte April 2011 erstmals eine umfangreiche Faktensammlung zur Medizinischen Rehabilitation veröffentlicht. Auftraggeber war die Arbeitsgemeinschaft Medizinische Rehabilitation (AG MedReha), die damit die Zusammenhänge und die Bedeutung des Reha-Sektors für die Fachöffentlichkeit ebenso wie für die Politik und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger verständlicher und überschaubarer machen will.

Weitere Informationen

Strukturstandards für Rehabilitationseinrichtungen

In einer Arbeitsgruppe mit Vertretern der Regionalträger und der DRV Bund wurden rentenversicherungseinheitliche Strukturstandards für Rehabilitationseinrichtungen entwickelt. Neben baulichen, medizinischen oder therapeutischen Anforderungen gehört dazu auch die personelle Ausstattung der Einrichtungen, die jeweils getrennt nach Somatik, Psychosomatik und Sucht aufgeführt werden.

Weitere Informationen für Mitglieder (Bitte melden Sie sich zunächst im Mitgliederbereich mit Ihren Zugangsdaten an)

BAR-Vereinbarung zum internen Qualitätsmanagement

Auf der Ebene der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) wurden „Grundsätzliche Anforderungen an ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement für stationäre Rehabilitationseinrichtungen nach § 20 SGB IX" erarbeitet und zu ihrer Präzisierung und Anwendung ein Manual erstellt, das Erläuterungen zu jedem geforderten Qualitätskriterium enthält.

www.bar-frankfurt.de/upload/Vereinbarung_Qualitaetsmanagement_916.pdf

Berufliche Orientierung in der medizinischen Rehabilitation (MBO)

Im Rahmen der gemeinsamen Förderung der Umsetzung von Ergebnissen der Rehabilitationsforschung in die Versorgungspraxis durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche Rentenversicherung wurde vom Arbeitsbereich Rehabilitationswissenschaften am Institut für Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Universität Würzburg eine "Systematische Sammlung und wissenschaftliche Bewertung von Interventionsbausteinen zur gezielten Bearbeitung beruflicher Problemlagen während der medizinischen Rehabilitation" durchgeführt.

Zu diesem Projekt liegt nun der Abschlussbericht vor.

Direkteinweisungsverfahren auch für Privatkrankenversicherte

Die DRV-Bund hat der DVSG aktuell mitgeteilt, dass das AHB-Verfahren (Anschlussrehabilitation) erweitert wurde. Bis auf Weiteres kann auch für privat Krankenversicherte eine AHB nach dem Direkteinweisungsverfahren der Deutschen Rentenversicherung Bund eingeleitet werden.

Voraussetzung hierfür ist, dass die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, keine Ausschlussgründe vorliegen und die Deutsche Rentenversicherung Bund der kontoführende Träger ist.  Eine vorherige Bescheiderteilung (Kostenzusage) ist in diesen Fällen nicht mehr erforderlich.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund weist in ihrem Schreiben an die DVSG ausdrücklich darauf hin, dass Sozialdienste der Krankenhäuser das AHB-Direkteinweisungsverfahren auch dann zu nutzen, wenn

  • die AHB ambulant durchgeführt wird und die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder des eigenen PKW möglich ist
  • aus medizinischen Gründen für die Verlegung zur stationären AHB die Benutzung eines Taxis oder Krankenwagens erforderlich ist
  • die Entfernungsgrenze (200 km) geringfügig überschritten wird
  • der Zwischenzeitraum von 14 Tagen wegen fehlender Aufnahmekapazitäten oder aus medizinischen Gründen im Einzelfall nicht eingehalten werden kann. Der Verlegungszeitraum muss dabei in einem angemessenen Rahmen gehalten werden. 

In diesen Fällen ist kein AGM-Verfahren einzuleiten. Für Fragen steht das Reha-Informationscenter (RIC) zur Verfügung.

Rufnummer: 030 700183 61060
Fax-Nr. (Rückruf erfolgt schnellstmöglich)
030 865 79 60525
030 865 79 60523
030 865 79 60561

Verzeichnis der Rehawissenschaftler in Deutschland

Zu den jährlich stattfindenden Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquien erscheint das aktualisierte Verzeichnis der Rehawissenschaftler in Deutschland.  Das Verzeichnis wird gemeinsam herausgegeben von REHADAT, der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR), der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) und der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV Bund).

Aufgeführt sind Forschende aus verschiedenen Fachdisziplinen, die sich mit Fragen der Rehabilitation und Teilhabe beschäftigen. Neben den Kontaktdaten und Forschungsschwerpunkten wird auch angegeben, ob und in welcher Form die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) Anwendung findet.

Forscher*innen, die sich in das Verzeichnis aufnehmen lassen möchten, können einen Online-Meldebogen ausfüllen und einreichen.

Verzeichnis und Meldebogen unter:  https://www.rehadat-forschung.de/de/rehawissenschaftler/index.html