DVSG-Positionspapier Entlassungsmanagement durch Soziale Arbeit in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken

Der Vorstand der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG) hat aktuell ein Positionspapier zum Entlassungsmanagement durch Soziale Arbeit in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken verabschiedet. Mit dem Positionspapier nimmt der Fachverband eine Einschätzung der aktuellen Diskussion um das Entlassungsmanagement vor und formuliert Anforderungen an die Weiterentwicklung dieses Feldes aus der Perspektive der Sozialen Arbeit.

Weitere Informationen

Einheitlicher AHB-Antrag (Bayern) für Gesetzliche und Private Krankenversicherung

Der seitens der Sozialdienst in Krankenhäusern bundesweit bestehende Wunsch nach einem einheitlichen AHB-Antrag (Bayern) hat die erste Hürde genommen: In Bayern wurde jetzt ein zwischen Sozialarbeitern und Krankenkassen abgestimmtes Papier in die erste Projektphase geschickt.

Dieser „Dauerbrenner“ war wiederholt thematisiert und bundesweit in zahlreichen Arbeitsgruppen aufgegriffen worden, um den seit Einführung der DRGs gestiegenen Anforderungen im Verlegungsmanagement der Akutkrankenhäuser gerecht zu werden und damit einen aktuell hohen Bürokratismus im Formularwesen mit Blick auf eine zeitnahe Patientenverlegung in die Rehabilitationseinrichtungen zu verringern. Im Rahmen der Sozialarbeitertagung der m&i-Klinikgruppe Enzensberg an der Fachklinik Enzensberg 2011 haben die Sozialdienste aus Akutkliniken eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um einen entsprechenden Entwurf für einen einheitlichen AHB-Antrag als Gesprächsgrundlage sowohl mit der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) als auch mit der Privaten Krankenversicherung (PKV) auf den Weg zu bringen.

Begleitet wurde dieser Prozess von der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG), dem Fachverband für soziale Arbeit im Gesundheitswesen. „Aktuell hat jeder Kostenträger sein eigenes Formular. Das ist absolut unnötig. Ein einheitlicher Antrag erleichtert und vereinfacht das Antragsverfahren für alle Beteiligten erheblich.“ so der DVSG-Bundesvorsitzende Ulrich Kurlemann. „Die DVSG begrüßt und unterstützt die Initiative der bayrischen Kollegen für den einheitlichen AHB-Antrag, gerade auch mit Blick auf eine flächendeckende Akzeptanz und Übernahme.“

Dabei wurde in diesem ersten Schritt die Möglichkeit von den Kassen offen gelassen, neben dem neuen einheitlichen AHB-Antrag auch zunächst die kassenspezifischen AHB-Anträge weiterhin wahlweise von den Sozialdiensten bei Antragsstellung zu benutzen.

Nach einigen Sondierungsgesprächen, in denen der Entwurf „einheitlicher AHB-Antrag“ thematisiert worden war, fand auf Anregung von Claudia Wertenauer (Städtisches Klinikum München GmbH) im Februar 2012 im Rehazentrum München ein Abstimmungsgespräch zwischen der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdienste Münchens und Oberbayerns und den Vertretern einzelner GKVen und PKVen statt. Diese Runde wurde erweitert mit Dr. Felicitas Stocker (München), einer in der Akutversorgung und der Rehabilitation erfahrenen Ärztin.

In dieser Gesprächsrunde erfolgte der dezidierte Austausch aller relevanten Informationen für das Antrags- und Genehmigungsverfahren, inklusive des ärztlichen Befundberichtes. Dabei konnte ein entsprechender Entwurf unter Mitwirkung aller Beteiligten als Arbeitspapier auf der Fachtagung für Sozialarbeiter im März 2012 in der Fachklinik Bad Heilbrunn vorgestellt werden. Im Rahmen der Fachtagung wurde eine einjährige Praxiserprobung des erstellten einheitlichen AHB-Antrages vereinbart. Die Ergebnisse werden auf der Fachtagung in 2013 in der Fachklinik Enzensberg vorgestellt. Der einheitliche AHB-Antrag soll dann entsprechend den Erfahrungen bedarfsgerecht modifiziert werden.

Einheitlicher Antrag auf medizinische Leistungen zur Rehabilitation

Anlage zum Antrag (ärztlichem Befundbericht)

Anregungen und Erfahrungen zum einheitlichen AHB-Antrag nimmt die DVSG gerne entgegen (info@dvsg.org).