Solidarität und eigene Gesundheit

In den Medien wird gerade prioritär wird über die Krankheitslast durch Corona in medizinischer und wirtschaftlicher Hinsicht berichtet und korrekterweise auch über die Belastungen von Beschäftigen in Gesundheitssystem diskutiert. Jedoch auch die gravierenden psychosozialen Folgen mit anzunehmenden massiven Auswirkungen in Praxisfeldern Sozialer Arbeit noch nicht absehen. Corona Covid-19 als übertragbare Viruserkrankung reduziert für insbesondere vulnerable Gruppen in dringend erforderliche soziale Unterstützung durch persönliche Kontakte, Beratung und Begleitung. Gerade die Dimension der Lebensbewältigung und Umgang mit sozialen Problemen stellt die Soziale Arbeit momentan vor erhebliche Anforderungen. Unsicherheit, Ängste und Isolation sind zentrale Aspekte, mit denen die Soziale Arbeit auf Seiten ihres Klientels beschäftigen muss. WIR SICHERN MENSCHEN SOZIAL AB und tragen somit zur gegenwärtigen Stabilisierung des sozialen Lebens bei. Das muss weiterhin gesichert sein in den verschiedenen Praxisfeldern Sozialer Arbeit z. B. in der Gesundheitsversorgung, Kinder- und Jugendhilfe, Altenhilfe, Behindertenhilfe. Unsere Aufmerksamkeit muss den Menschen in Obdachlosigkeit, belasteten Familien und gefährdeten Kindern- und Jugendlichen, chronisch kranken und behinderten Menschen, Menschen im Asylverfahren und in anderen prekären Lebenssituationen gelten. Daher möchten wir uns bei allen Tätigen in der Sozialen Arbeit für Ihre unverzichtbare Tätigkeit in schwierigen Zeiten bedanken und fordern politisch ein klares Bekenntnis zu dem gesellschaftlichem Wert Sozialer Arbeit.

Auch und gerade in der jetzigen Ausnahmesituation sollten jede*r auch an die eigene Gesundheit denken. Neben der Berücksichtigung der Verhaltens- und Hygieneschutzregeln sind bei der ständigen Notwendigkeit zum Informations-Update, bei veränderten Arbeitsbedingungen mit einerseits vermehrter Umstellung auf Telefon, Video-Konferenzen und Homeoffice und andererseits der Notwendigkeit zur Aufrechterhaltung des sozialen Kontakts in der gesundheitlichen Betreuung und Versorgung auch Regeln und Empfehlung für die eigene Gesundheit wichtig zu entwickeln und zu berücksichtigen.

Denkanstöße in der Corona-Zeit