Neues aus dem Bundesverband

02.04.2020

DVSG-Statement zur Corona-Krise: Psychosoziale Unterstützung und pflegerische Versorgung der Bevölkerung muss sichergestellt sein

Kategorie: Bundesverband

Der Vorstand der DVSG weist in einem Statement zur Corona-Krise darauf hin, dass der Umgang mit sozialen Problemen und die Hilfe zur Lebensbewältigung viele Menschen und die Soziale Arbeit momentan vor erhebliche Herausforderungen stellen, die aber derzeit noch nicht ausreichend im Blick der Öffentlichkeit stehen.

In den Medien wird gerade prioritär über die Bedrohung durch das Corona-Virus und die daraus resultierende Lungenkrankheit Covid-19 in gesundheitlicher, medizinischer und wirtschaftlicher Hinsicht berichtet. Selbstverständlich ist es auch aus Sicht der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit derzeit oberstes Gebot, durch entsprechende Maßnahmen die Ausbreitung der Viruserkrankung zu verlangsamen, die von einer Infektion besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu schützen und die Funktionsfähigkeit der gesundheitlichen Versorgung sicherzustellen. Gleichzeitig steigen aber auch psychosoziale Belastungen in der gesamten Gesellschaft an und dies umso mehr, je länger die Corona-Krise anhalten wird.

In dieser Ausnahmesituation richtet sich der Blick des Fachverbandes insbesondere auf die Menschen mit gesundheitlichem, psychosozialem und pflegerischem Unterstützungsbedarf. Denn die notwendige Reduktion der persönlichen Kontakte bewirkt gerade jetzt für viele Menschen, die (noch) nicht mit dem Corona-Virus infiziert sind, einen Wegfall der Unterstützungssysteme. Daraus ergeben sich zunehmend weitreichende Probleme. Vor diesem Hintergrund begrüßt die DVSG ausdrücklich, dass die Dienstleistungsangebote der Sozialwirtschaft grundsätzlich in den Corona-Schutzschirm der Bundesregierung einbezogen sind. Auch die getroffenen Regelungen zur Entbürokratisierung und sozialen Absicherung werden von der DVSG befürwortet. Die derzeitige Situation erfordert jedoch verstärkt Übergangsregelungen für Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens und mehr pragmatische Lösungen. So ist eine weitere zügige Bereitstellung von Kapazitäten zur pflegerischen Versorgung, z. B. auch in Rehabilitationskliniken oder für die Versorgung von quarantäne- oder hilfebedürftigen Personen ggf. in Hotels, angezeigt. 

Vollständiges DVSG-Statement zur Corona-Krise zum Download